Fertiggestellt

 

 

Es ist vollbracht, mein Abendkleid hängt nun vor mir auf der Schneiderpuppe und sieht mich an. „Nun bist Du zufrieden mit mir wie ich aussehe“ scheint es mich zu fragen.

Nachdenklich gehe ich drumherum und bin etwas angespannt. Wird es Passen? Es ist seltsam, dass nach so vielen Jahren Berufserfahrung immer noch dieses Krippeln sich bemerkbar macht. Es ist wohl zu vergleichen mit dem Lampenfieber, welches der Künstler vor dem Auftritt verspürt.

Wahrscheinlich gehört das dazu, denn wenn diese innere Anspannung einmal nicht mehr da ist, dann sollte man sich hinterfragen, ob noch alles seinen Sinn macht. Wie viele Kleider ich im Lauf der Jahrzehnte schon angefertigt habe kann ich nicht mehr nachvollziehen. Oft hat mich die Schnittentwicklung einiges an Nerven gekostet, doch am Ende, wenn ich die fertigen Teile abgeliefert habe, war ich meistens zufrieden mit meiner Arbeit. Du fragst Dich sicherlich, warum sagt sie meistens? Immer das ist meine Meinung, wäre überheblich. Denn keiner ist unfehlbar.

Jetzt fängt eine neue Woche an und ich lasse es etwas ruhiger Arbeitstechnisch angehen. Obwohl manch einer dies nicht so sieht, das Herstellen maßgefertigter Kleidung strengt ganz schön an und fordert Hirn und Körper. Und da ich etwas mit meinen Kräften haushalten muss, werde ich nun eine kleine Schaffenspause einlegen.

Bis bald EdithF

Hast Du Fragen zu Schnitt dieses Models, so schreibe mir.

Die Anprobe

Die Anprobe

Mit einer leichten innerlichen Anspannung wartete ich darauf, das schwarze Kleid mit den Fledermausärmel anzuprobieren. Der Schnitt mit den Wienernähten war sogenannter Standard, nur die Ärmel ließen mich etwas ins grübeln kommen. Das war einmal der Schnitt dafür und dann der Stoffverbrauch.

Es ist kaum zu glauben, aber es flossen 3,50 m in die Ärmel. Am Rücken habe ich diese in den Armausschnitt mit eingenäht, vorn blieb eine Lücke offen. Oben um den Halsausschnitt läuft eine 4 cm breit Blende, die den oberen vorderen Teil der Fledermausärmel hält. So das war eine kurze Arbeitsübersicht, nächste Woche kommt ein Bild der fertigen schwarzen „Robe“.

Mein Spitzenkleid

Heute bekommst Du nur etwas für die Augen. Vom Grundschnitt zum Modellschnitt alles komplett aus meinem Atelier. 

Sieh Dir mein wunderschönes Spitzenkleid an, es hat keine Normmaße.

OW 108 cm
TW 84 cm
HW 98 cm

Und eine Länge von insgesamt 111 cm. Um das Ganze noch zu komplettieren, dazu ein handgefertigter Gürtel mit Rose.

Solch einen Schnitt bekommst Du nirgends, außer Du setzt Dich mit der Herstellung eines Grundschnittes auseinander. Und daraus lassen sich dann die tollsten Schnitte entwickeln.

Auch mein nächstes Teil zeigt Dir, wie Du einen Grundschnitt umwandeln kannst.

 

Hier eine Vorschau dazu.

Klamotte und Klamöttchen

Gerade liege ich in den letzten Zügen mit meinem Spitzenkleid, das nun noch einen selbstentworfenen Gürtel bekommt mit einer handgefertigten Rose darauf.
Und wie ich so vor mich hin stichele, bei den vielen Handarbeiten die das Kleid erfordert, fälllt mir ein früherer Spruch ein. Ich habe diesen verwendet für eine Werbung.
Damals vor gefühlten 30 Jahren hatte die Klamotte noch eine andere Bedeutung für mich, als heutzutage. Klamöttchen, stand damals für die Kinderkleidchen, die auch in den Entstehungsprozess der allgemeinen „Кlamotten-Kleidung“ mit einbezogen waren.
Ich erinnere mich noch sehr gut daran, als ich einen wunderschönen Anzug zur Kommunion eines italienischen Jungen angefertigt habe. Das Beste vom Besten wurde ausgesucht und die Anproben fanden im Kreis der ganzen Familie statt. Es war sehr eng in meinem Atelier, doch die Atmosphäre der Anprobe geht mir heute noch unter die Haut. Der Junge wurde wunderbar auf seinen großen Tag vorbereitet, indem ihn die ganze Familie spüren ließ, dass es hier ausschließlich um ihn ging.
Auch bei der Anfertigung von Brautkleidern wird man oft in diesen Bann der freudigen Erwartung gezogen, die sich bei jeder Probe steigert.

Was sind heute „Кlamotten“für mich, brauchen tun wir alle diese Stücke nach wie vor. Meistens wird irgendein Fummel schnell gekauft, doch passt der noch zu der reifen Figur, die sich im Lauf der Jahre eingeschlichen hat. Jeder macht ein großes Tamm Tamm um die 50plus, ha wisst Ihr, was es heißt 60plus zu sein. Heute will man nicht mehr in Säcken für unförmige Frauen herum laufen, meistens noch mit übergroßen Blumen oder Streifen darauf, weil ja genügend Platz da ist. Nein, auch wir wollen noch schön, Schnitt technisch angepasst auf uns, aber nicht altmodisch sein. Manchmal bin ich ganz traurig, wenn ich Frauen sehe in Shirts, die von Designern entworfen wurden, für angeblich das Alter 50plus prrrrrrrr. Da bekommt doch jede Frau gleich den Oma-Touch aufgedrückt. Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, Oma sein ist eine wunderbare Sache und gibt einem so viel. Nur kleiden möchten wir uns nicht mehr wie die Omis in vergangenen Zeiten. Schaut mal, da war ich schon längst 60plus. Ich gebe zu, dass die Figur nicht mehr das hällt, was das innere Auge sich vorstellt. Doch damit habe ich gar kein Problem, das Zauberwort dazu heißt, Schnittanpassung. Bei Hosen zwickt die Taille, Gürtel sind auch nicht mehr so toll und figurbetonte Schnitte na ja geht vielleicht gerade noch.
Diesen Blogbeitrag habe ich nicht nur geschrieben, um auf die Probleme der älteren Menschen hinzuweisen, sondern auch für Dich, falls Du eine junge Kollegin bist. Vielleicht stehst Du gerade da und weißt nicht, wie Du das Kleider-Problem Schnitt technisch lösen sollst.
Wenn Du selbst Hersteller bist und die fertigen Schnitte bereiten Dir Probleme, dann versuch es doch einmal mit einem Maßgefertigten Grundschnitt, den Du dann für jeden modischen Schnitt abwandeln kannst. Grundschnittkurs
Wie Du einen Grundschnitt erstellen kannst ist ganz einfach. Du brauchst kein teures Programm zu kaufen, sondern benötigst lediglich Maßband, Winkel (möglichst einen großen Schneiderwinkel), Bleistift, Radiergummi, Klebeband,Schere, Rädchen und Schnittpapier.
Probier es doch gleich mal aus.

Einkommen und Auskommen

Heute nehme ich mir mal wieder unseren Bereich der Berufstätigkeit vor. Das Einkommen, manchmal könnte man aus der Haut fahren beim Blick in den Topf am Monatsende.
Wir blicken in gähnende Leere und fragen uns, von was soll ich in den nächsten Wochen leben.


Nun ich habe etwas ganz wunderbares in der letzten Woche gelernt auf einem gigantischen Motivations-Seminar. 4 Tage vollgepackt mit Übungen und Lerntipps wie Du Deine Ziele erreichen kannst. Wunderbar waren die Gespräche mit anderen Teilnehmern in den Pausen.
Ich habe viel gelernt über die Lebenseinstellung, Strategien, Visionen, Ziele und vieles mehr. Wie man seine Emotionen und Gefühle in den Griff bekommt und seine Angst besiegt.


Dies erzähle ich Dir alles, weil letztendlich Dein Einkommen und Auskommen hier in diesem Bereich seine Wurzeln hat. Auch ich habe dies über viele Jahre nicht bewusst in mich aufgenommen. Einige gravierende Fehler sind dabei entstanden in der Vergangenheit, es gibt jedoch nichts, was man nicht wieder in auf Linie bringen kann.

Du bist Einsteiger in die Selbstständigkeit mit Deinem Kleinunternehmen und möchtest Dir die Erfahrung aus einer gelebten Selbstständigkeit holen?
Aus meinem reichhaltigen Schatz meiner Lebenserfahrungen berichte ich Dir, welche Hürden es auf dem Weg gibt und was die Glücksmomente sind. Auch mein Leben musste wie schon erwähnt viele Tiefschläge ertragen. Ob dies privat oder beruflich war, eins hängt mit dem anderen zusammen, die Waagschalen sollten immer gleichmäßig gefüllt sein. Denn bricht die eine Seite zusammen, wird automatisch die Gegenseite kraftlos. Ich bin nun über 45 Jahre selbstständig und habe auf dem langen Weg durch dieses Arbeitsleben schon sehr viel erlebt. Möchtest Du mehr darüber erfahren, dann schreibe mir.

Frauenkleider

So nennt sich eine Gruppe bei Facebook. Hier stellt sich die Frage, was sind Frauenkleider. Sind es Kleider für, dicke, dünne, alte, junge Frauen. Ist dabei alles gemeint, von Hemdchen Slip und BH bis zur Outdoorjacke. Wahrscheinlich schon.

Meine eigene Kleidung würde ich nun absolut in die Kategorie Frauenkleidung einordnen. Sie ist mal sportlich mal elegant je nach Anlass und hat einen Hang zur Bequemlichkeit, die sich mit dem richtigen Schnitt verwirklichen lässt.

Nächste Woche steht bei mir ein Seminar auf dem Plan und dazu habe ich mal eine Kleiderschrank-Inspektion vorgenommen.
Manchmal lohnt sich das, bevor man sich auf ein neues Model stürzt. Denn was ist die Frage bei uns Frauen, was ziehe ich an. Es soll bequem sein und nicht viel Platz im Koffer einnehmen, denn ich habe mich für die Fahrt mit der Bahn entschieden. Doch ein klein wenig soll sich meine Kleidung doch von der Masse abheben.

Ich habe bei der oben genannten Inspektion ein Kleid gefunden, welches ich erst einmal zerlegt habe. Warum, weil mir der Schnitt nicht mehr gefiel. Das Kleid hatte im Vorderteil eine Faltenpartie, die bei meiner aus dem „Ruder“ gelaufenen Taille nicht mehr schick war. Jetzt habe ich daraus einen Hänger gestaltet, der mit den passenden Accessoires, Kette, Strümpfe, Schuhe wieder zu mir passt.
Dann gab es noch einen Rock, der hatte ein Futter, das ständig beim sitzen hervor blitzte. Zuerst dachte ich, dass es auch ohne Futterrock gehen würde, aber das gewurschtel an den Beinen kann ich nicht ab. Also auch dieses Objekt überarbeitet, es bekam einen neuen Futterrock. Jetzt ist meine Garderobe ziemlich vollständig und ich sehe der nächsten Woche gelassen entgegen. Fast hätte ich mein gutes Stück vergessen, ganz neu entstand eine Jeanshose, die genau da passt und sitzt, wo sie sitzen soll.


Möchtest Du mehr zu den Schnitten erfahren, dann melde Dich kurz bei mir.

Schnittgestaltung

Heute mal wieder etwas aus dem Schneideratelier, aus dem Bereich „Nähen wie ein Profi“

 

Mein besondere Jackenschnitt nennt sich nicht deshalb besonders, weil er raffinierte Schnittführungen aufweist, nein, besonders ist bei mir ein Schnitt, wenn dieser optimal ausgeformt ist auf die Figur der Trägerin. Das Problem bei uns nicht mehr ganz jungen Frauen sind die nicht ganz perfekte Übereinstimmung mit den Maßen der fertigen Schnitte.

Bei den Massschneider News gibt es meine kleine Jackenparade zum Ansehen.

Zurück zu meinen Jacken. An den Schnitten, welche ich selbst herstelle, versuche ich immer das bestmögliche herauszuholen. Das fängt bei der Schulterbreite an, zieht sich über Rücken und Oberweite, Hüfte bis zur richtigen Ärmelweite.
Warum ich diesen Aufwand betreibe, ist ganz einfach erklärt. Das Endprodukt muss optimal die Pluspunkte der Trägerin herausstellen und die Schwachstellen überspielen.
Oftmals ist es so, wenn die Oberweite perfekt sitzt, hat die Trägerin das Problem mit der Taille und Hüfte. Schon eine kleine Abweichung in einer Taillierten Jacke, lässt das ganze Model unförmig wirken. Kommt dann noch eine etwas größere Hüftweite dazu, sieht alles sehr gestopft und unschön aus. Die andere Variante des eben beschriebenen Problems ist eine schmale Hüfte und große Oberweite. Genauso ist es mit der Ärmelweite, diese kann die ganze Jacke plump aussehen lassen, wenn sie zu massig ist.
Du siehst, es ist eine ganz schöne Herausforderung, Schnitte zu kreieren.

Das Kleinunternehmen

 

Du bist Neueinsteigern mit einem Kleinunternehmen? Und es ist verwirrend.

Doch so undurchschaubar ist das Ganze nicht, wie es von vielen dargestellt wird.
Kompliziert macht man sich die ganze Angelegenheit meistens selbst.
Schon das Wort Kleinunternehmen im Nebengewerbe sagt doch schon aus, um was es sich handelt. Nennen wir es mal einfach ausgedrückt, man möchte Dinge herstellen oder verkaufen oder beides, die durch ein angemeldetes Kleinunternehmen nicht der Schwarzarbeit zugeordnet werden. Dieses Kleinunternehmen unterliegt verschiedenen Auflagen.

Das wichtigste für den Anfang ist eins, überlegen was will ich erreichen. Möchte ich nur ein kleines Zubrot zu meinem Hauptverdienst oder möchte ich neben Haushalt und Kindern meine Selbstständigkeit zum Beispiel mit einem Schneideratelier aufbauen. Wenn diese Fragen klar sind und Du einen passenden Namen für Deine Selbstständigkeit gefunden hast, gehst Du auf Dein Rathaus und meldest Dein Gewerbe an.
Mit diesem Papier in der Hand geht es dann zu Schritt zwei, es kommen sämtliche Formulare zum Ausfüllen


Das sind auf der einen Seite die Einnahmen und der Gewinn für die Besteuerung, ob Zahlungen anfallen oder nicht. Dann kommt für manche Personen die Frage der Versicherungen (Krankenkasse, Rente) dazu. Hier stellt sich die Frage Familienversichert, freiwillig versichert (das kann man sich auch in der gesetzlichen Krankenkasse) oder versichert durch den Hauptberuf. Dies sollte jeder einzelne aus seiner Situation heraus klären. Das ist für den Anfang das wichtigste. Andere Absicherungen sind jedem selbst überlassen. Noch kurz zur allgemeinen Frage der Berufsgenossenschaft auch hier kann man sich am Anfang als Einzelunternehmer befreien lassen. Die ganze Flut an Anträgen ist zwar lästig am Anfang doch manche Dinge braucht man nicht auszuführen, als ob man schon am Anfang ein Großunternehmen leitet. Oft reicht ein kurzer Bescheid mit einem Hinweis zur aktuellen Situation.

Lade Dir mein kleines Büchlein Mein Schneideratelier   herunter, da bekommst Du einen Einblick in die Anfänge einer Selbstständigkeit.

Ich selbst habe alle Varianten vom Klein- bis Handwerksbetrieb mit Umsatzbesteuerung schon erlebt und weiß aus Erfahrung, schwierig wird es beim Überschreiten der gesetzlichen Grenzen für Einnahmen und Gewinn.
Es ist wie vieles im Leben, Einstellungssache für was man sich entscheidet. In meinen Ratgebern habe ich es einmal Praline oder Blockschokolade genannt. Diesen Ratgeber findest Du hier Praline oder Blockschokolade

Du darfst Dich gern bei mir melden, wenn Du aus meinem Erfahrungsschatz etwas wissen möchtest.

 

Flaute im Atelier

Kennst Du das, Weihnachten und Silvester sind vorüber und Dein Stimmungsbarometer hängt tief im Keller. Vor allem, wenn Du die Aufträge ansiehst, bekommst Du schon so ein leichtes flaues Gefühl im Magen. Wenn alles abgearbeitet ist, hat die Kasse immer noch Ebbe, doch die Betriebskosten sollen am Monatsende bezahlt werden.

Diese Schauergeschichte habe ich ganz bewusst für den Anfang eines neuen Jahres gewählt, denn ich würde mich doch sehr wundern, wenn es heutzutage anders läuft.
Zu meiner Zeit galt folgende Faustregel: Januar ist Flaute im Betrieb, weil Weihnachten und anschließender Silvester die Kasse der Kunden ganz schön geschröpft hat. Es ist immer noch Winter und Frühlingsgefühle wollen sich noch nicht einstellen. Dazu kommen die ganzen Abgaben, die am Jahresanfang (auch privat) getätigt werden müssen und es bleibt kein Geld mehr übrig, um sich geheime Kleider-Wünsche zu erfüllen.

Was kannst Du dagegen tun, um diese Löcher im Vorfeld auszufüllen.
Vielleicht bist Du in der glücklichen Lage für Konfektionsfirmen zu arbeiten oder hast schon im Herbst einen guten Auftrag bekommen, den Du nun abarbeiten kannst. Das wäre natürlich das Beste was Dir passieren kann.
Wenn dies jedoch alles nicht zutrifft und Du ganz verzweifelt nach Kunden Ausschau hältst, dann verrate ich Dir hiermit ein Geheimnis, auch ich war jahrelang von der Flaute am Jahresanfang betroffen und im Karussell der Kundensuchmaschine gefangen. Das zog sich einige Jahre so hin, bis ich eines Tages Kontakt zu meiner ersten Konfektionsfirma bekam. Von diesem Zeitpunkt an konnte ich 3 x im Jahr mit festen Einnahmen rechnen, die mir dann geholfen haben meine Lücken wieder aufzufüllen. Nach und nach kamen dann noch Aufträge von Kunden, Theatern und Musical dazu und mein Atelier war gut ausgelastet.

Dies ist jedoch nur die Kurzfassung von dem, was Dich erwartet, wenn Du am Anfang der Selbstständigkeit stehst. Alles braucht seine Zeit, bis ein Rädchen ins andere greift.

Mit diesem Beitrag möchte ich Dir Mut machen, auch andere Dinge in Deine neue kreative Freiheit einzubinden. Das sind zum Beispiel Fortbildungen in Arbeitstechniken oder im betriebswirtschaftlichem Bereich. Dabei erlernst Du Arbeitstechniken die Du noch nicht beherrscht oder Deinen Betrieb gut zu managen, Arbeitsabläufe zu organisieren und vieles mehr.

Bis bald

EdithF

Meine Nähmaschine und ich

Hallo und herzlich willkommen im Jahr 2018

Wie fang ich an, am besten ich erzähle Dir, was ich mir für 2018 vorgenommen habe. Was denkst Du, was erwartet Dich in diesem Beitrag heute. Vielleicht Nähtipps, Anleitungen, Schnittentwicklungen und viele andere Dinge aus der Schneider-Praxis. Leider muss ich Dich in Deiner Erwartungshaltung etwas enttäuschen.
Wir beide, meine Nähmaschine und ich, sind nun schon viele Jahrzehnte ein Paar und unzertrennlich. Wir besitzen einen Zauberhut voller Tricks und Kniffs über das Nähen. Doch was mir selbst sehr am Herzen liegt, bist Du mit Deinem Traum der Selbstständigkeit.
Nähen habe ich gelernt von der „Picke auf“ wie man so schön sagt, die Grundlagen der Maßschneiderei. Gelehrt meine Auszubildenden und mein Wissen in Kursen weitergegeben.
Ich habe mir für 2018 vorgenommen, Dich da abzuholen, wo Du vielleicht gestrandet bist, zum Beispiel nach dem Ende deiner Ausbildung, oder gar nach deinem Abschluss der Meisterprüfung.
Du hast einen großen Traum, ein eigenes Atelier soll es sein. Kunden willst Du mit Deinen Kreationen begeistern, ihnen die Kleidung individuell und einzigartig schneidern.

Du hast eröffnet!

Deine Eröffnung war wundervoll und viele Versprechungen von „ich melde mich bestimmt bei Dir“ gab es. Nun wartest Du, schon etwas länger als Dir lieb ist.

Warum ist das so, vielleicht hat das mit der Vergangenheit unseres Berufsstands zu tun, wo zwar Kleidung gebraucht wurde, aber die „Näherin“ nicht den Stellenwert hatte, gutes Geld zu verdienen. Vielleicht gibt es andere Dinge die nicht passen.

Anstrengend ist meistens der Weg, bis Du die Anhöhe erreichst, wo Du dann das Ziel schon in der Ferne siehst. Sicher es gibt einige Kollegen die Du vielleicht verfolgst in den sozialen Netzwerken, die anscheinend auf der richtigen Zielgeraden sind. Doch auch sie haben mit Sicherheit einen nicht ganz einfachen Weg hinter sich.
Möchtest Du etwas mehr Licht in dieses Dunkel bringen, dann lade Dir doch völlig kostenlos mein kleines Büchlein herunter, es führt Dich ein in die geheimnisvolle Welt unseres kreativen Handwerks ein.

Bis bald
EdithF