Erste Kreationen

Hoffentlich hast Du die Weihnachtsfeiertage gut verdaut und kannst jetzt mit vollem Elan durchstarten. Vielleicht bist Du in der glücklichen Lage ein paar freie Tage zu haben, die Du für Deine Zukunftsplanung nutzen könntest.

Ich hab mir ja vorgenommen Dir aus meiner langen Berufslaufbahn einiges zu erzählen. Bin bei den Weihnachtsfeiern hängen geblieben, habe eben etwas in der Nostalgie geschwelgt.

Doch nun zurück in das wovon ich Dir berichten möchte. Natürlich ging der ganz normale Alltag in meiner Lehrzeit im Neuen Jahr weiter, aber wir hatten nun erst einmal Ferien.

Diese Zeit nutzte ich zu Hause für meine eigene Produktion an Kleidungsstücken. Wir wohnten sehr beengt und von einem großen Zimmer mit passendem Zuschneidetisch einer Nähmaschine (möglichst ein Schnellnäher) einer Overlock und was so alles noch zur Ausstattung gehört konnte ich nur träumen. Es ging so vor sich, dass im Wohnzimmer der Couchtisch für die Koffernähmaschine freigeräumt wurde, der Esstisch wenn nicht gerade Essenszeit war, zum zuschneiden genutzt wurde und in der Ecke noch ein Bügelbrett eingequetscht stand. Diese Grundausstattung war und ist immer noch wichtig, wenn ein Maßschneider ein Kleidungsstück herstellt. Das Bügeleisen spielt in unserem Handwerk eine große Rolle, es wird ständig gebügelt. Jede Naht fast jeder Umschlag usw. alles wird gebügelt. Es gibt ja den alten Spruch „mit dem Bügeln macht sichs“ da ist schon etwas dran.

So entstanden dann meine ersten Kreationen in dem kleinen Wohnzimmer. Meistens wollte ich viel mehr in der kurzen Zeit erschaffen, aber die Zeit dafür konnte ich noch nicht einschätzen. Wahrscheinlich geht es Dir manchmal ebenso. Vielleicht hast Du auch schon einen Nähkurs besucht und warst erstaunt wie lange manche Dinge dauern bis sie fertig sind.

Für die kleinen und großen Zeitfresserchen habe ich zwischenzeitlich einiges zusammengetragen und diese in einem Ratgeber „Störenfried Zeit“ aufgeschrieben. Die original Ausgabe überarbeite ich gerade und werde diese demnächst wieder einstellen auf meiner

Autorenseite bei XinXii.

Jetzt wünsche ich Dir lieber Leser einen guten Rutsch ins Jahr 2017

EdithF

Weihnachtsfeier

Heute schwelge ich etwas in der Vergangenheit. Wir befinden uns ja auf der Zielgeraden zum Weihnachtsfest. Da fallen mir doch sofort meine absolut wunderbare Weihnachtsfeiern in meiner Lehrzeit ein.

Das ging dann so vor sich, dass die Werkstatt am 23.12. weihnachtlich geschmückt wurde, mit Sternen, Engelchen, Kerzen und sonstiger Weihnachtsdeko. Und auf unserem großen Bügeltisch standen aufgereiht für jeden Lehrling eine große Tüte, mit Inhalt und Briefchen mit dem Weihnachtsgeld. Dies war in jedem Jahr das Highlight, denn so eine kleine zusätzliche Gabe konnten wir sehr gut gebrauchen, lag doch der monatliche Lohn bei 70,-DM oder im dritten Lehrjahr bei 90,-DM. Wenn man bedenkt, dass wir dafür 40 oder mehr Stunden in der Woche geschuftet haben und dafür manchmal nicht die Anerkennung bekamen, wie andere Berufsgruppen, so ist dies oft unverständlich.

Aus heutiger Sicht gesehen, wünsche ich mir trotz dem immer noch niedrigem Lehrlingslohn, dass eine gute Ausbildung die Grundlage ist für den späteren Erfolg.

In diesem Sinn Schluss für heute, feiert ein wunderschönes Weihnachtsfest und freut euch auf das was kommen wird.

Schöne Weihnachten

wünscht Edith F

Träume

 

Kleine Schritte für ein großes Ziel, doch wann und wie komm ich an. Es war ganz schön anstrengend. Es waren ja nicht nur die Stufen auf der beruflichen Leiter zu erklimmen, da gab es auch noch die private Seite.

Ein paar Jahre arbeitete ich allein, langsam füllte sich meine Kundenkartei, aber es war einfach noch nicht das, was ich mir vorgenommen hatte. Wie bekomme ich den richtigen Dreh, vor allem die richtige Kundschaft, nach wie vor träumte ich ja von diesem schicken Modesalon, mit seiner großen Anprobe, dem tollen Salon mit den Lüstern an Decke und Wand.

Ich musste einen Weg finden um dies zu erreichen. Im Lauf der Jahre trat ich dann in die Maßschneider-Innung meines damaligen Gebiets ein und nun begann sich wieder etwas zu öffnen. Zur der Zeit wurden noch sehr viele Seminare angeboten, wo man sich Fertigkeiten in Verarbeitung und Betriebswirtschaft holen konnte. Denn die Theorie von der Meisterschule ist zwar gut, aber für den Einsatz im Atelier meistens nicht ganz verwendbar. Schnell merkt man, dass die Realität völlig anders aussieht. Es kommen eben nicht die Kunden in Scharen gelaufen und der erwartete Umsatz pro Monat lässt auch zu wünschen übrig.

Daher habe ich vorgenommen Starthilfe zu geben. Zu viele junge Kolleginnen sah ich schon scheitern und das muss nun wirklich nicht sein.

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Den Gesellenbrief in der Tasche was kommt jetzt

Die 3 Jahre der Ausbildung flogen vorbei und plötzlich stand die Gesellenprüfung vor der Tür. Ich weiß nicht ob dies allen jungen Leuten so geht, manchmal kam ich gar nicht mit, wenn ich mich wieder mal auf der Zielgeraden zum nächsten Ziel befand. Kurz gesagt, es gelang mir ohne Mühe.

Meisterbrief, Führerschein und Selbstständigkeit packte ich alles in ein Jahr hinein.

Zwischenzeitlich bewohnten wir eine schöne Dachgeschosswohnung, wovon ein Zimmer für meine erste Werkstatt abgezweigt wurde. Einen Maschinenpark wie heutzutage war damals nicht der Normalfall. Ich besaß eine Schranknähmaschine, Bügeleisen, Bügelbrett, Stuhl und ein Tisch zum zuschneiden, Regale für allerlei Zutaten, ein großer Spiegel für die Anprobe, zwei Hocker für Kunden sowie einen kleinen Tisch zum besprechen der Aufträge. Dies war meine erste spartanische Einrichtung meiner Werkstatt mit Anprobe.

Einige Jahre arbeitete ich so gut es ging mit dieser Ausrüstung, doch irgendwann erstand ich endlich eine Overlock- Maschine. Eine Kollegin lag mir ständig in den Ohren ich soll mir doch endlich eine Overlock- Maschine und eine Bügelanlage kaufen. Ja das hörte sich ja alles gut an, nur hatte ich privat auch einige Ausgaben. Ich bin Mutter geworden und wir hatten ein Haus gebaut, Gelder für meine Ambitionen einen tollen Modesalon zu eröffnen waren da nicht drin. Wie ich es trotz aller Widrigkeiten geschafft habe, mir meinen Traum zu erfüllen, das verrate ich noch.

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Lehrjahre

Fangen wir erst mit dem an, was eine gute Grundlage für die angestrebte Selbstständigkeit im Schneiderhandwerk ist. Da bin ich etwas altmodisch, aber ich stehe immer noch für eine Ausbildung zum Schneider/in.

Ich plaudere jetzt ein wenig aus dem Nähkästchen, sozusagen von meinen ersten Schritten. Für mich war schon sehr früh klar, welchen Berufsweg ich gehen möchte. So konnte ich ziemlich genau meinen Berufswunsch in der Klasse beim abfragen, was man denn werden möchte, kundtun. Damals zu meiner Zeit, sind sehr viele Schulabgänger die nicht das Glück hatten unterstützt zu werden in der Fabrik gelandet, um zum Familieneinkommen etwas beizusteuern. Ich selbst konnte auch nicht alle Träume verwirklichen die ich als Teeny hatte, weil mir das Leben mit 18 Jahren auch einen anderen Kurs gegeben hat. Aber wie das Schicksal manchmal so spielt, es hat mir auf der anderen Seite auch wieder einiges geschenkt. Für dieses Geschenk bin ich heute sehr dankbar, es war mein Meister im Schneiderhandwerk im Alter von gerade mal 22 Jahren. So jung, sagte der Lehrer beim aushändigen des Meisterbriefs zu mir und verheiratet und jetzt auch noch den Meister in der Tasche. Ja ich hatte einfach mal den Schnellgang eingelegt.

Das soll aber nicht heißen, dass ich keine anständige Grundlage habe. Drei Jahre musste man schon damals lernen und normalerweise waren mindestens 3 Jahre Gesellenzeit vorgeschrieben, um dann den Meisterbrief zu erwerben. Und diese 3 Jahre habe ich fast hinbekommen. Meine Lehrzeit absolvierte ich in einem renommierten Modesalon, wo wir insgesamt mit Gesellinnen und einer Meisterin 18 Personen waren. Bedient haben wir einen gehobenen Kundenkreis mit allem was die Damen sich so wünschten. Sehr viel Abendkleider mit Spitze und Stickerei, Kostüme, Mäntel eben alles rund um die Bekleidung.

Es war eine sehr strenge und zugleich wunderschöne Ausbildungszeit, denn die Chefin war sehr streng.

Unsere Werkstatt mit Anprobe und Salon, einem Aufenthaltsraum für uns, erstreckte sich über das ganze Erdgeschoss eines damals neuerbauten Hauses. Das tollste aber kam im Sommer, da gab es einen Swimmingpool im Garten und den durften wir in der Pause benutzen.

Kannst Du Dir vorstellen von was für einem Betrieb ich später geträumt habe?

Nadel, Faden, Fingerhut

Das erste selbstgeschneiderte Kleid nahm ich einige Jahre vor meiner Ausbildung in Angriff. Zu Hause hatten wir jede Menge Nähgarn, Nadeln, Schere und eine Nähmaschine. Du lachst sicher bei dieser Aufzählung und denkst, so ein Quatsch, da geht man in den Laden und kauft sich das was man braucht. Aber das war in den sechziger Jahren eben nicht so einfach. Ich glaube daher hat man auch einen anderen Bezug zu den Materialien und kann besser damit wirtschaften. Allerdings bin ich in den neunziger Jahren auch einmal der Kaufwut verfallen und glaube mir, dies endet meistens böse. Einen Stopp konnte ich erst Jahre später einlegen, doch dies ist eine andere Geschichte. Eins habe ich aber im Lauf meiner Selbstständigkeit begriffen, ohne betriebswirtschaftliches Wissen hat man ganz schlechte Karten. Selbstständig sein in unserem wunderbaren Beruf des Schneiders und auch Geld damit verdienen, damit man sich sein Leben finanzieren kann, das muss man lernen. Wenn Du möchtest, dann bekleide ich Dich auf diesem Weg und stelle Dir mein Schneideratelier vor.

Nadel, Faden, Fingerhut das ist nicht alles was man braucht. Energie und Ausdauer und ein Quäntchen Glück sind das eine, die andere Seite, die der Kreativling meistens überhaupt nicht mag, ist die Arbeit im Büro, angefangen bei der Gewerbeanmeldung bis zur Kundenakquise und noch einiges mehr. Meine gesammelten Werke dazu stelle ich Dir gern vor.

Mädchenträume

Meine Leidenschaft für das schneidern entdeckte ich sehr früh und diese Erlebnisse werde ich Dir erzählen. Wo das ganze endet und was ich so im Gepäck habe, davon in den nächsten Geschichten.

 

Soviel sei jetzt schon verraten, gefunden hast Du mich unter erfolgskurs-selbstständigkeit und dahin führt mein Weg.

Schon als Mädchen verspürte ich das gewisse kribbeln in den Fingern und im Fuß, wenn ich eine Nähmaschine sah.

Genäht habe ich alles mögliche, meistens Kleider für meine Lieblinge die Puppen. Ich weiß, heute ist dies nicht mehr angesagt, aber nähen tun die Kinder immer noch gern. Meine Enkelin zum Beispiel hat ein Talent dafür. Als wir gemeinsam mit dem „Nähunterricht“ anfingen wurde mir oft ganz schwummelig in der Magengegend. Oh Gott, meine Nähmaschine, ob die das aushält, sie hielt es aus.

Das gleiche erlebte ich bei meinem Start zur Ausbilderin. Es ist ja nicht so, dass der Lehrling kommt und kann nähen. Oft ist es ein langer Weg ihm die Techniken beizubringen.

Wie so eine Ausbildung verläuft, welche Anforderungen bestehen das und noch einiges aus dem Berufsalltag einer Schneiderin davon werde ich berichten.

Der Anfang

Damit Du weißt wer hinter dem Ganzen steckt, hier ein Einblick in mein Berufsleben.

Mein Name ist Edith Fruhner und ich bin seit 01.06.1972 in dem wunderbaren Beruf einer Schneiderin selbstständig.

Auf meinem langen Weg, den ich schon im Beruf zurückgelegt habe, konnte ich viel erreichen und daran möchte ich Dich teilhaben lassen.

Viele Jahre habe ich Lehrlinge ausgebildet, wirkte ich bei Modeschauen mit und war Mitglied im Europäischen Arbeitskreis der Mode. In dieser Zeit konnte ich mein Wissen in Seminaren für Management und Marketing festigen.

Meine Arbeit ist sehr vielfältig und deckt einen großen Bereich im Schneider- Handwerk ab.

Private Kunden, Theater, Musical und die Konfektion zählen schon viele Jahre zu meinem Kundenkreis.

Das war ein kleiner Einblick in mein Berufsleben, wenn Du möchtest dann folge mir.