Das Kleinunternehmen

 

Du bist Neueinsteigern mit einem Kleinunternehmen? Und es ist verwirrend.

Doch so undurchschaubar ist das Ganze nicht, wie es von vielen dargestellt wird.
Kompliziert macht man sich die ganze Angelegenheit meistens selbst.
Schon das Wort Kleinunternehmen im Nebengewerbe sagt doch schon aus, um was es sich handelt. Nennen wir es mal einfach ausgedrückt, man möchte Dinge herstellen oder verkaufen oder beides, die durch ein angemeldetes Kleinunternehmen nicht der Schwarzarbeit zugeordnet werden. Dieses Kleinunternehmen unterliegt verschiedenen Auflagen.

Das wichtigste für den Anfang ist eins, überlegen was will ich erreichen. Möchte ich nur ein kleines Zubrot zu meinem Hauptverdienst oder möchte ich neben Haushalt und Kindern meine Selbstständigkeit zum Beispiel mit einem Schneideratelier aufbauen. Wenn diese Fragen klar sind und Du einen passenden Namen für Deine Selbstständigkeit gefunden hast, gehst Du auf Dein Rathaus und meldest Dein Gewerbe an.
Mit diesem Papier in der Hand geht es dann zu Schritt zwei, es kommen sämtliche Formulare zum Ausfüllen


Das sind auf der einen Seite die Einnahmen und der Gewinn für die Besteuerung, ob Zahlungen anfallen oder nicht. Dann kommt für manche Personen die Frage der Versicherungen (Krankenkasse, Rente) dazu. Hier stellt sich die Frage Familienversichert, freiwillig versichert (das kann man sich auch in der gesetzlichen Krankenkasse) oder versichert durch den Hauptberuf. Dies sollte jeder einzelne aus seiner Situation heraus klären. Das ist für den Anfang das wichtigste. Andere Absicherungen sind jedem selbst überlassen. Noch kurz zur allgemeinen Frage der Berufsgenossenschaft auch hier kann man sich am Anfang als Einzelunternehmer befreien lassen. Die ganze Flut an Anträgen ist zwar lästig am Anfang doch manche Dinge braucht man nicht auszuführen, als ob man schon am Anfang ein Großunternehmen leitet. Oft reicht ein kurzer Bescheid mit einem Hinweis zur aktuellen Situation.

Lade Dir mein kleines Büchlein Mein Schneideratelier   herunter, da bekommst Du einen Einblick in die Anfänge einer Selbstständigkeit.

Ich selbst habe alle Varianten vom Klein- bis Handwerksbetrieb mit Umsatzbesteuerung schon erlebt und weiß aus Erfahrung, schwierig wird es beim Überschreiten der gesetzlichen Grenzen für Einnahmen und Gewinn.
Es ist wie vieles im Leben, Einstellungssache für was man sich entscheidet. In meinen Ratgebern habe ich es einmal Praline oder Blockschokolade genannt. Diesen Ratgeber findest Du hier Praline oder Blockschokolade

Du darfst Dich gern bei mir melden, wenn Du aus meinem Erfahrungsschatz etwas wissen möchtest.

 

Meine Nähmaschine und ich

Hallo und herzlich willkommen im Jahr 2018

Wie fang ich an, am besten ich erzähle Dir, was ich mir für 2018 vorgenommen habe. Was denkst Du, was erwartet Dich in diesem Beitrag heute. Vielleicht Nähtipps, Anleitungen, Schnittentwicklungen und viele andere Dinge aus der Schneider-Praxis. Leider muss ich Dich in Deiner Erwartungshaltung etwas enttäuschen.
Wir beide, meine Nähmaschine und ich, sind nun schon viele Jahrzehnte ein Paar und unzertrennlich. Wir besitzen einen Zauberhut voller Tricks und Kniffs über das Nähen. Doch was mir selbst sehr am Herzen liegt, bist Du mit Deinem Traum der Selbstständigkeit.
Nähen habe ich gelernt von der „Picke auf“ wie man so schön sagt, die Grundlagen der Maßschneiderei. Gelehrt meine Auszubildenden und mein Wissen in Kursen weitergegeben.
Ich habe mir für 2018 vorgenommen, Dich da abzuholen, wo Du vielleicht gestrandet bist, zum Beispiel nach dem Ende deiner Ausbildung, oder gar nach deinem Abschluss der Meisterprüfung.
Du hast einen großen Traum, ein eigenes Atelier soll es sein. Kunden willst Du mit Deinen Kreationen begeistern, ihnen die Kleidung individuell und einzigartig schneidern.

Du hast eröffnet!

Deine Eröffnung war wundervoll und viele Versprechungen von „ich melde mich bestimmt bei Dir“ gab es. Nun wartest Du, schon etwas länger als Dir lieb ist.

Warum ist das so, vielleicht hat das mit der Vergangenheit unseres Berufsstands zu tun, wo zwar Kleidung gebraucht wurde, aber die „Näherin“ nicht den Stellenwert hatte, gutes Geld zu verdienen. Vielleicht gibt es andere Dinge die nicht passen.

Anstrengend ist meistens der Weg, bis Du die Anhöhe erreichst, wo Du dann das Ziel schon in der Ferne siehst. Sicher es gibt einige Kollegen die Du vielleicht verfolgst in den sozialen Netzwerken, die anscheinend auf der richtigen Zielgeraden sind. Doch auch sie haben mit Sicherheit einen nicht ganz einfachen Weg hinter sich.
Möchtest Du etwas mehr Licht in dieses Dunkel bringen, dann lade Dir doch völlig kostenlos mein kleines Büchlein herunter, es führt Dich ein in die geheimnisvolle Welt unseres kreativen Handwerks ein.

Bis bald
EdithF

Frühlingserwachen

So langsam kehren die Lebensgeister zurück, das hat sicher mit dem sich immer näher kommenden Frühling zu tun. Ich hoffe es geht Dir ebenso und Du hast Lust endlich in den nächsten Gang zu schalten.
Bei mir stehen nun „des Schneiders neue Kleider“ auf dem Plan. Dieses Jahr sind zwei Modenschauen zu bestücken. Bei der ersten beteilige ich mich mit 3 Outfit, habe aber sonst keinen Stress mit der Planung. Die zweite, unserer Modenschau der Maßschneider-Innung, findet zwar erst im September statt mir raucht aber schon heute der Kopf, wenn ich daran denke was alles zu beachten ist. Wir haben zwar eine Agentur die uns viel Arbeit abnimmt, aber es gibt trotzdem noch sehr viel zu tun. Wenn es nur das Herstellen der einzelnen Kleidungsstücke wäre, aber Planung, Werbung, Sponsoren suchen und viele kleine Dinge die zu tun sind, das sind die totalen Zeitfresser im täglichen Arbeitsablauf.
Genug über meinen täglichen Arbeitsaufwand. Was steht bei Dir an? Hast Du auch genug von den Wintersachen und möchtest Dir am liebsten eine neue Garderobe zulegen. Also Schrank auf, Wintermief raus und Frühlingssonne rein. Doch manchmal gibt es dann so ein ganz kleines Problem mit der Kleidung in ihrem Winterquartier, entweder war es zu eng, oder zu kalt, oder war sonst etwas nicht in Ordnung. Denn die geliebte Hose, Kleid oder Bluse scheint eingegangen zu sein. Ja wie kann da Abhilfe geschaffen werden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Man steuert den nächsten Laden an und quält sich durch etliche Hosen, Kleider, Blusen, um dann frustriert über die zu enge Taille, oder die abstehende Hüften wieder nach Hause zu gehen. Die zweite Möglichkeit, kauf Dir einen Stoff und mach es selbst.
Vielleicht bist Du fit im Schnittmuster erstellen dann leg los. Wenn Du Hilfe brauchst, oder ein Schnitt von einem Bild, wo das Kleid deiner Träume zu sehen ist, aber kein Schnitt dazu, dann schreib mir doch eine kurze Nachricht und ich nehme Kontakt zu meiner „Schnittfrau“ auf.
Das waren meine Frühlingsgedanken, tu Dir was Gutes, genieße die ersten warmen Sonnenstrahlen und denke an Körper, Geist und Seele, verwöhne Dich mit Dingen die Dir Spaß machen.

Bis bald
EdithF

Modenschau

Nach einigen Jahren Selbstständigkeit drängte es mich eines Tages hinaus in die Öffentlichkeit. Es war eine Einladung zu einer Modenschau der Maßschneider-Innung. Lang, lang ist dies inzwischen her.

Was ich damals so empfand, darüber berichte ich kurz. Ich saß da als Zuschauerin und sah mir das Geschehen an. Wie gesagt es ist schon sehr lange her. Da präsentierten sich die einzelnen Betriebe und zeigten ihre Kreationen. Je weiter die Schau ablief, je mehr drängte es mich, auch an so einer Modenschau teilzunehmen. Also meldete ich mich kurzentschlossen in der Woche danach in der Innung an und nahm an meinem ersten Innungs-Fachabend teil. Ich fühlte mich noch etwas fremd in dieser Umgebung, doch da war auch noch ein anderes Gefühl, ich wollte auch dazugehören. Ja und dies war dann der Anfang meiner Innungsmitgliedschaft. Diese hat mich zu vielen Veranstaltungen, wie Modenschauen, Seminare, Vorträge und ins innerste das Staatstheaters, dort wo die Roben für die große Bühne gearbeitet werden geführt. Über 10 Jahre bin ich nun im Vorstand und seit 8 Jahren Obermeisterin einer Innung. In diesem Jahr steht wieder eine Modenschau auf dem Programm, die es vorzubereiten gilt. Es ist viel Arbeit bis solch ein Event steht, aber es macht auch sehr viel Spaß.

Gestern war ich daher in München auf der Internationalen Handwerkermesse, dies hat mir nun den letzten Schub gegeben um mich voll auf meine Vorbereitungen für unsere Modenschau zu stürzen.

Bei Handwerk & Design zeigen unsere Kollegen aus Bayern, was unser Handwerk zu bieten hat.

Hier sind an paar Einblicke in die Welt der Couture aus Bayern  Massschneiderhandwerk.Bayern

 

 

Befreiungsschlag

Bin wieder mal in meine Vergangenheit eingestiegen und habe mich darin etwas verloren. Wie ich Dir ja schon berichtet habe, ich bin ganz klein eingestiegen in meine Selbstständigkeit. Ja ich war blutjung, unerfahren und mit meinem Selbstwertgefühl am Boden. Trotzdem wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit. Wenn ich heute so daran denke, was ich mit meinen knapp 24 Jahren alles auf die Reihe gebracht habe, so bin ich im nach hinein noch sehr stolz darauf.

Ich erzähle Dir mal kurz wovon ich rede. Mit 18 habe ich geheiratet, bin nicht stolz darauf, denn ich wurde sozusagen verheiratet. Mit 18 bekam und verlor ich zwei Kinder, auch dies ist keine schöne Erinnerung an mein damaliges Leben. Ich musste diesen Tiefschlag wegstecken, es hat mir niemand dabei geholfen. Aus diesem schrecklichen Schicksalsschlag habe ich, nachdem die Wunden einigermaßen verheilt waren, mich wieder am eigenen Schopf nach oben gezogen. Dabei waren meine Aussichten alles andere als berauschend, denn ich saß fest in einer Dreizimmerwohnung mit Schwiegermutter als Beigabe, dazu in einem Haus voller Geschwister meines Mannes. Alle verheiratet und mit Familie. Ich musste etwas tun, um das Elend zu vergessen in das mich das Schicksal hinein katapultiert hatte. Meine ganze Energie setzte ich ein, um diesem nicht gewollten Leben zu entfliehen. Es war nicht einfach dies zu erreichen, zumal alle dachten, dass ich mit meinem Leben so zufrieden bin.

Mein erster Befreiungsschlag war die Anmeldung zum Führerschein und gleichzeitig das belegen des Meisterkurses im Maßschneiderhandwerk. Ich schaffte beides auf Anhieb und war 23 Jahre alt.

Jetzt hatte ich das Papier in der Hand, das mir jede Menge Möglichkeiten bot, aus meinem Beruf etwas zu machen. Also begab ich mich auf Stellensuche, doch der Markt schien mich nicht zu brauchen. Aus dieser Erkenntnis heraus meldete ich kurzentschlossen meinen Gewerbebetrieb an. Was alles zu beachten war, das konnte ich damals nicht richtig einordnen, ich war einfach noch zu jung um zu verstehen worum es ging. Durchgekommen durch diesen Dschungel an Formularen bin ich trotzdem, denn meine jugendliche Leichtigkeit hat mich getragen.

Da sich aber viele sehr schwer tun mit dem Einstieg in die Selbstständigkeit, gibt es bei mir das kleine Büchlein Erfolgskurs-Selbstständigkeit gratis, dort bekommst Du einen Überblick über fast alles was Du bei Dir haben musst, um in die Unabhängigkeit einzusteigen.

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Erste kleine Werkstatt

als ich mich endlich befreit hatte aus der Wohngemeinschaft mit Schwiegermutter, es waren 3 Zimmer mit Küche und Bad und das schärfste daran war das Zimmer meiner Schwiegermutter gleich neben unserem Schlafzimmer.

Jetzt aber sollte es eine eigene Wohnung sein, in der ich mir ein Zimmer für meinen Einstieg in die Selbstständigkeit heraus nahm. Mein Atelier, es befand sich in der Mitte einer Dachgeschosswohnung, hatte ein großes Dachfenster und besaß die Grundausstattung einer Schneiderei mit Anprobe. Ich war sehr stolz darauf dies mit 22 Jahren geschafft zu haben. Die ersten Kunden ließen auch nicht lange auf sich warten und ich hatte ganz gut zu tun.

Es war ein kleiner Einstieg in die Selbstständigkeit, ohne Fremdkapital und das war gut so. Wenn man noch so jung ist, dann zählen eben auch noch andere Dinge, wie zum Beispiel die Gründung einer Familie. Bei meinem Werdegang konnte ich dies gelassen angehen, denn ich war zu Hause konnte arbeiten, so wie ich es mir einteilte und hatte keinen Druck einer monatlichen Belastung einer Darlehensrückzahlung zu stemmen.

Sicher manchmal denke ich heute, dass ich vielleicht schneller den Berg erklommen hätte, wenn ich ein kleines Geldpolster im Rücken gehabt hätte. Aber glaube mir, ich kam auch so ganz gut voran.

Falls Du mit dem Gedanken spielst auch frei und unabhängig zu werden, dann frag mich ruhig, ich kann Dir sicher einige Tipps geben für deinen Weg.

hier findest Du mich heute www.creation-f.de

Soweit für heute es grüßt euch Edith

Willkommen im Jahr 2017

schon wieder ist ein Jahr vorbei und Du kannst hoffentlich mit einem guten Gefühl darauf zurück blicken.

Klingt vielleicht etwas abgehoben, nein das war ich bei weitem nicht, denn es standen für mich ja noch andere Dinge auf dem Plan. Das waren eine Heirat in einem Alter wo man heute gerade mal mit dem Gymnasium fertig ist, Befreiung aus einer Wohngemeinschaft mit Schwiegermutter und dem Erwerb des Führerscheins, Verluste im privaten Bereich waren auch noch dabei. Trotzdem habe ich mich nie unterkriegen lassen und bin meinen Weg gegangen.

Möchtest Du auch gern Deinen eigenen Weg gehen, einsteigen in ein Selbstständiges Leben, dann kannst Du Dir den kostenlosen Ratgeber mein Schneideratelier holen. Sende mir eine kurze Mail mit dem Kennwort <Mein Schneideratelier> und Du bekommst mein Gratisangebot für Deinen Einstieg per Mail zugesandt.

 


 

Den Gesellenbrief in der Tasche was kommt jetzt

Die 3 Jahre der Ausbildung flogen vorbei und plötzlich stand die Gesellenprüfung vor der Tür. Ich weiß nicht ob dies allen jungen Leuten so geht, manchmal kam ich gar nicht mit, wenn ich mich wieder mal auf der Zielgeraden zum nächsten Ziel befand. Kurz gesagt, es gelang mir ohne Mühe.

Meisterbrief, Führerschein und Selbstständigkeit packte ich alles in ein Jahr hinein.

Zwischenzeitlich bewohnten wir eine schöne Dachgeschosswohnung, wovon ein Zimmer für meine erste Werkstatt abgezweigt wurde. Einen Maschinenpark wie heutzutage war damals nicht der Normalfall. Ich besaß eine Schranknähmaschine, Bügeleisen, Bügelbrett, Stuhl und ein Tisch zum zuschneiden, Regale für allerlei Zutaten, ein großer Spiegel für die Anprobe, zwei Hocker für Kunden sowie einen kleinen Tisch zum besprechen der Aufträge. Dies war meine erste spartanische Einrichtung meiner Werkstatt mit Anprobe.

Einige Jahre arbeitete ich so gut es ging mit dieser Ausrüstung, doch irgendwann erstand ich endlich eine Overlock- Maschine. Eine Kollegin lag mir ständig in den Ohren ich soll mir doch endlich eine Overlock- Maschine und eine Bügelanlage kaufen. Ja das hörte sich ja alles gut an, nur hatte ich privat auch einige Ausgaben. Ich bin Mutter geworden und wir hatten ein Haus gebaut, Gelder für meine Ambitionen einen tollen Modesalon zu eröffnen waren da nicht drin. Wie ich es trotz aller Widrigkeiten geschafft habe, mir meinen Traum zu erfüllen, das verrate ich noch.

Möchtest Du Dir auch deinen Traum erfüllen und starten, ohne dass Du einen Kredit aufnehmen musst, ein Start Up auf kleinem Weg sozusagen, dann hol Dir meinen gratis Ratgeber

< Mein Schneideratelier>

Du bestellst ihn per Mail bei mir und ich sende Dir diese Einstiegshilfe gratis zu.

Lehrjahre

Fangen wir erst mit dem an, was eine gute Grundlage für die angestrebte Selbstständigkeit im Schneiderhandwerk ist. Da bin ich etwas altmodisch, aber ich stehe immer noch für eine Ausbildung zum Schneider/in.

Ich plaudere jetzt ein wenig aus dem Nähkästchen, sozusagen von meinen ersten Schritten. Für mich war schon sehr früh klar, welchen Berufsweg ich gehen möchte. So konnte ich ziemlich genau meinen Berufswunsch in der Klasse beim abfragen, was man denn werden möchte, kundtun. Damals zu meiner Zeit, sind sehr viele Schulabgänger die nicht das Glück hatten unterstützt zu werden in der Fabrik gelandet, um zum Familieneinkommen etwas beizusteuern. Ich selbst konnte auch nicht alle Träume verwirklichen die ich als Teeny hatte, weil mir das Leben mit 18 Jahren auch einen anderen Kurs gegeben hat. Aber wie das Schicksal manchmal so spielt, es hat mir auf der anderen Seite auch wieder einiges geschenkt. Für dieses Geschenk bin ich heute sehr dankbar, es war mein Meister im Schneiderhandwerk im Alter von gerade mal 22 Jahren. So jung, sagte der Lehrer beim aushändigen des Meisterbriefs zu mir und verheiratet und jetzt auch noch den Meister in der Tasche. Ja ich hatte einfach mal den Schnellgang eingelegt.

Das soll aber nicht heißen, dass ich keine anständige Grundlage habe. Drei Jahre musste man schon damals lernen und normalerweise waren mindestens 3 Jahre Gesellenzeit vorgeschrieben, um dann den Meisterbrief zu erwerben. Und diese 3 Jahre habe ich fast hinbekommen. Meine Lehrzeit absolvierte ich in einem renommierten Modesalon, wo wir insgesamt mit Gesellinnen und einer Meisterin 18 Personen waren. Bedient haben wir einen gehobenen Kundenkreis mit allem was die Damen sich so wünschten. Sehr viel Abendkleider mit Spitze und Stickerei, Kostüme, Mäntel eben alles rund um die Bekleidung.

Es war eine sehr strenge und zugleich wunderschöne Ausbildungszeit, denn die Chefin war sehr streng.

Unsere Werkstatt mit Anprobe und Salon, einem Aufenthaltsraum für uns, erstreckte sich über das ganze Erdgeschoss eines damals neuerbauten Hauses. Das tollste aber kam im Sommer, da gab es einen Swimmingpool im Garten und den durften wir in der Pause benutzen.

Kannst Du Dir vorstellen von was für einem Betrieb ich später geträumt habe?

Mädchenträume

Meine Leidenschaft für das schneidern entdeckte ich sehr früh und diese Erlebnisse werde ich Dir erzählen. Wo das ganze endet und was ich so im Gepäck habe, davon in den nächsten Geschichten.

 

Soviel sei jetzt schon verraten, gefunden hast Du mich unter erfolgskurs-selbstständigkeit und dahin führt mein Weg.

Schon als Mädchen verspürte ich das gewisse kribbeln in den Fingern und im Fuß, wenn ich eine Nähmaschine sah.

Genäht habe ich alles mögliche, meistens Kleider für meine Lieblinge die Puppen. Ich weiß, heute ist dies nicht mehr angesagt, aber nähen tun die Kinder immer noch gern. Meine Enkelin zum Beispiel hat ein Talent dafür. Als wir gemeinsam mit dem „Nähunterricht“ anfingen wurde mir oft ganz schwummelig in der Magengegend. Oh Gott, meine Nähmaschine, ob die das aushält, sie hielt es aus.

Das gleiche erlebte ich bei meinem Start zur Ausbilderin. Es ist ja nicht so, dass der Lehrling kommt und kann nähen. Oft ist es ein langer Weg ihm die Techniken beizubringen.

Wie so eine Ausbildung verläuft, welche Anforderungen bestehen das und noch einiges aus dem Berufsalltag einer Schneiderin davon werde ich berichten.