Heiß

sehnsüchtig sehe ich in den Nachbargarten hinunter, dort steht ein großer runder Pool. Im Geiste baue ich eine große Rutsche die mich ins kühle Nass befördert. Ein Schwimmbadbesuch wäre vielleicht auch nicht schlecht, aber allein! Meine beiden Badenixen die mich in den letzten Jahren zu manch Badespaß verführten, sind anderweitig beschäftigt, und bei mir drängt die Modenschau im September. Na ja, träumen darf man schon mal, wenn die Temperaturen einen zu Schweißausbrüchen bringen, die dann in feuchten Händen enden.

Alles klebt und pappt, wie um Himmelswillen soll man dann die kleine dünne Handnähnadel von 3,4 cm halten. Ich liebe diese kleinen Nadeln, mit ihnen kann ich wunderbar an den feinsten Stoffen die Säume und was es sonst noch alles gibt nähen. Allerdings gibt mein Nadelkärtchen nun nichts mehr her, denn im Lauf der Zeit habe ich sämtliche Nadeln verbraucht.

Sicher denkst Du nun, so ein Quatsch, es gibt Nadeln ohne Ende zu kaufen. Das weiß ich schon, aber nicht mehr diese Marke von einst. Es waren Nähnadeln so fein und zart, die durch den Stoff nur so hindurch flutschten.

Die heutigen Prym Nadel sind zwar auch sehr dünn, doch durch das Goldköpfchen nicht ganz so flutschig.

Natürlich verwende ich auch etwas stärkere Nadeln, denn die Stoffe sind ja verschieden. Ich achte aber immer darauf, dass die Nähnadel nicht zu dick ist, denn sonst müht man sich ab beim durchstechen der Stoffe, vor allem dann, wenn kein Fingerhut benutzt wird. Mit diesen kleinen Dingern auf dem Mittelfinger, kannst Du problemlos die Nadel durch den Stoff führen. Die Kraft kommt aus dem Mittelfinger und strengt nicht so an. Probiere es mal aus, nach einiger Übung geht es wie von selbst.

Die Nadelstärken setzen sich bei den Nähmaschinen fort. Hier ist es genauso wichtig die richtige Stärke auszuwählen, denn sonst gibt es vielleicht eine Enttäuschung beim Nähen.

Und was ganz wichtig ist, die Nadel darf nicht beschädigt sein, zum Beispiel durch über nähen von Stecknadeln, oder dicken Stellen im Stoff, da bekommen die Maschinennadeln einen ganz leichten Haken und dieser lässt bei der Naht ein unschönes Bild zurück. Also immer schön auswechseln, dann gibt es keine Ziehfäden.

Wie Du siehst, lebe ich noch die gute alte Maßschneiderei in der Verarbeitung, doch ich kann auch die andere Variante, das konfektionierte Nähen. Beides miteinander kombiniert, lässt so manch tolles Outfit entstehen.

Willst Du mehr darüber erfahren, schau wieder vorbei.

So für heute ist Schluss, ich entwerfe nun meinen Schnitt für den Mantel, der auf den Laufsteg bei für der Modenschau soll.

Bis bald

EdithF

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