StilSicher

Heute habe ich einen wunderbaren Podcast von Katharina Lewald angehört. Dieser passte perfekt zu unserem Business. Es ging darum, wie Du Deinen Stil finden kannst.
Ich bin eine begeisterte Anhängerin dieses Themas, denn der richtige Stil hat absolut nichts mit der Einkaufswut an Kleidung die manch einer betreibt zu tun. Wichtig ist, dass mir bewusst ist, was ich zu welchem Anlas trage. Dabei muss ich mich nicht verkleiden und mich in irgendeinen angesagten Dresscode zwängen, sondern mich so kleiden, dass mein persönliches ich unterstrichen wird.

Als ich einige Jahre das Amt des Vorstands in meiner Innung innehatte gab es sehr viele unterschiedliche Termine, welche ich zu besuchen hatte. Es fiel mir nicht immer leicht die richtige Kleidung für den jeweiligen Anlass auszuwählen. In meinem Kleiderschrank befand sich jedoch immer eine Grundgarderobe, die ich untereinander auswechseln konnte. Es war mein persönlicher Stil, der vielleicht nicht jedem zusagte, ich mich darin aber meistens sehr wohlfühlte.

Es gab Jahre da hatte ich mindestens 5 Kostüme im Schrank 1 Hosenanzug und Blusen, die dazu passten. Irgendwann spürte ich, dass die Mode weg von dieser Uniformierung ging und lockerer wurde. So kamen zu meinen „Uniformen“ leichtere Jäckchen dazu, alltagstaugliche Hosen, T-Shirts im Sommer Kleider und alles sah leichter aus. Worauf ich aber nicht verzichtet habe war die Qualität der Stoffe.

In den Schnitten mache ich ebenfalls keine all zu große Experimente, denn ich liebe meinen Stil so wie er ist. Das hat mir im Sommer zwar einmal die Aussage eines trutschigen Rockes eingebracht doch die Dame braucht diesen ja nicht anzuziehen.

Momentan bin ich mit meiner neuen Garderobe beschäftigt, denn irgendwann passten Alter und Kleidung nicht mehr zusammen. Das heißt aber nicht, dass man sich in Sack und Asche kleiden sollte, sondern nur Typ und altersentsprechend.

Berichtet habe ich ja schon von meinen neuen Kleidern und werde sie Euch demnächst präsentieren.
Dies ist der Link zu Frau Maier von StilSicher https://frau-maier-stilberatung.de/stilsicher-im-business-selbstlerner/ und hier waren beide Damen zu hören, im Podcast von Katharina Lewald https://katharina-lewald.de/dress-for-success/

Bis bald

EdithF

 

Cardigan, Shirt und Rock

Habe eine Arbeitswoche mit nähen hinter mir. Ich wollte endlich fertig werden mit meinen angefangenen Teilen.
Der Cardigan aus Strickstoff hängt fertig auf der Stange und das neue Streifenshirt ebenfalls. Solche Shirts gibt es zwar momentan zuhauf zum Kaufen doch Ihr wisst ja, ich bin Schnitt technisch etwas verwöhnt. Das heißt, nicht mit einem ausgefallenen Schnitt, sondern eher in den Maßen. Ein gekauftes Shirt ist optimal für Figuren wo die Maße noch in das Schnittschema passen. Nun sobald sich die ersten Pölsterchen an Stellen zeigen, die Frau nicht so gern zeigt, wird es etwas schwieriger.
Da meine Maße OW und HW sich noch perfekt bei Gr. 42 einordnen, die Taille aber, hat dazu keine Lust mehr und läuft aus dem Ruder. Wenn ich ein neues Teil nähe, so bekommt dieses an den Stellen die Weite, die es braucht und alle anderen Maße ordnen sich wieder bei der Größe 42 ein.
Den Schnitt habe ich für Euch mal fotografiert und das Shirt ebenfalls.
Jetzt noch etwas arbeitsrechnisches für das Nähen von Streifen. Wenn diese an einer Naht aufeinander treffen, dann sieht es schöner aus wenn der Streifenverlauf stimmt. Dazu steckst Du Quernadeln bei den Streifen und nähst darüber. Dazu eine kleine Anmerkung von mir, aus meiner Zeit als Lehrmeisterin. Meine Lehrlinge nähten oft mit Karacho die Nähte entlang und dabei traf des Öfteren die Maschinennadel die Stecknadeln. Die Folge davon, stumpfe oder gar kaputte Nadeln. Hier ist etwas Gefühl beim Nähen angesagt, damit nicht am Ende die stumpfe Maschinennadel das Gewebe zerhackt. Ich nähe bis zur jeweiligen Stecknadel und wenn ich sehe, dass die Nadeln aufeinander treffen entweder ziehe ich sie heraus oder schiebe die Nähmaschinennadel vorsichtig über die Stecknadel.

Noch schnell zum Cardigan. Bei meinem letzten Blogartikel habe ich schon darauf hingewiesen, dass ich viel Handarbeit daran verwenden werde. Jetzt ist er fertig und hat rollierte Kanten, Hand-gesäumte Kappnähte. Beim Verschluss musste ich noch etwas nacharbeiten, weil ich die Bänder genau über meiner stärksten Stelle angebracht hatte (der Taille). Nun habe ich diese versetzt und das Vorderteil fällt optimal über meine Pölsterchen. Dazu das nächste Mal mehr.

Bis bald EdithF

Schneiderkunst

Heute mal Haute Couture, habe ein tolles Video entdeckt und war ganz begeistert von den Schnitten der Outfits. Ich fühlte mich zurückversetzt in meine Anfangszeit in einem angesehenen Modesalon, wo ich solche Kreationen mit herstellen durfte. Was haben wir für wunderbare Abendkleider hergestellt mit perfekten Passformen in Oberteil und Rock. Meisten waren diese glanzvollen Stücke aus schwerem Duchesse Stoff, Chiffon oder Organza das Oberteil oft mit Spachtelspitze überzogen und mit Perlen bestickt. An solch einem Teil waren viele Arbeitsstunden zu leisten. Oft arbeiteten wir am Ende zu dritt oder viert daran.
Als ich heute das Video sah,

Du findest es hier  Maßgeschneiderte Kleiderträume

war ich begeistert wieder die Schneiderkunst zu sehen, so wie ich sie erlernt habe. Hast Du fragen zu Arbeitstechniken von einst die Du gern anwenden möchtest, vielleicht kann ich Dir weiterhelfen.

Dies hat mich dann angespornt wieder einmal in meinen verborgenen Hirnwindungen nach Handfertigkeiten zu kramen, ob es mir noch gelingt Schneiderkunst zu zaubern. Wer nun extravagante Abendkleider und ausgefallene Tageskleider erwartet den muss ich leider enttäuschen. Doch ich zeige Euch sehr gern wie ich meine Alltagsgarderobe herstelle. Denn auch ein gutsitzender Rock oder Hose, eine Jacke oder ein Kleid braucht viel an schneiderischem Können. Schon die Auswahl des passenden Materials ist wichtig, die dafür benötigten Einlagen, Fäden, Knöpfe und wenn ein Futterstoff benötigt wird auch dieser. Wenn das Gesamtpaket dann „geschnürt“ ist, kann mit der Arbeit begonnen werden.

Für mein neues Outfit für Herbst/Winter 2018 stehen Rock, Jacke, Shirts und Cardigan, je nach Zeit Bluse und Kleid auf dem Arbeitsplan. Die Stoffe dafür sind in der Farbpalette zusammengestellt, die meinen Typ entspricht.
Es gibt wie wir ja inzwischen von der Farb- & Stilkunde wissen, vier verschiedene Farbtypen. Das sind Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Ich zum Beispiel gehöre zu den Herbsttypen und habe daher immer in meiner Farbpalette mit Farben zu tun, die Sommer- und Wintertypen überhaupt nicht zusagen. Also wenn ich Euch dann meine fertigen Modelle vorstelle, seht einfach über die Farbauswahl hinweg, denn für meine Kleidung sollte ich die Farbe wählen, die meinem Typ entspricht.

Farb- & Stilkunde auch ein ganz wichtiger Bereich bei der Auswahl der Kleidung. Wer seine Farbpalette kennt, wird mit der Zeit die Anzahl der unerwünschten Kleidungsstücke die den Schrank verstopfen reduzieren. Warum das so ist, ganz einfach: Zusammengestellt für Herbst/Winter habe ich folgende Teile. Eine Jacke aus Walkloden, einen Rock passend in der Farbe zum Walkstoff, jedoch nicht in der gleichen Farbe, ein Shirt und ein leichter Cardigan. Da alle Teile farblich aus meiner Farbpalette stammen, können sie ohne weiteres mit den vorhandenen Kleidungsstücken kombiniert werden. Möchtest Du mehr über Farb- & Stilgeschichte wissen, dann schau öfters mal vorbei ich werde aus meinem Erfahrungsschatz berichten.

Nun zu meinen neuen Kleidern.

Der Rock ist fertig, in Arbeit ist der Cardigan, wofür ich einen ganz leichten Strickstoff ausgesucht habe. Da dieser Stoff sehr empfindlich ist und ich ihn nicht einfach mit der Overlock versäubern wollte, habe ich beschlossen die Nähte mit Kappnähten zu versehen und diese dann auf der linken Seite von Hand mit Staffierstich anzunähen. Diese Verarbeitung ist zwar etwas aufwendiger als die schnelle Overlocknaht, dafür sieht das Innenleben des Cardigan sauber aus. Das Bild zeigt die Naht von außen (oben) und innen.

Die Kanten versehe ich mit einem Rollsaum und wende dazu den Rollierstich an. Wie dieser geht das zeigt wunderbar diese Website https://www.burdastyle.de/naehtipp-rollsaum-naehen ich bevorzuge die Alternative Variante.