Konzert

Am Samstag den 13.April war es endlich soweit, unser Konzert fand statt.
Die Wochen davor verbrachte ich mit einüben von Text und Stimme und was den Bogen nun zu dem spannt, was Dich vielleicht am meisten interessiert zu, was ziehe ich an.

Schwarz von Kopf bis Fuß sollte es sein für Alle am Chor beteiligten Sänger und für das Orchester. Die Farbe Schwarz kommt in meiner Farbskala nicht vor und stehen tut sie mir auch nicht unbedingt. Egal es musste was Schwarzes her. Es waren noch zwei Wochen Zeit und mein kreatives Navi wollte mir einfach keinen geeigneten Weg zeigen zu dem Endprodukt. Die Tage vergingen und ich brütete über Schnittmöglichkeiten für das sogenannte „kleine Schwarze“. Zuerst hatte ich ein Kleid auf dem Plan und habe mir den eventuell herzustellenden Schnitt auf der Puppe vorgesteckt. Er löste in mir keine Begeisterungsstürme aus, also weg damit.

Inzwischen rückten die Tage immer näher an den Termin heran. Beim Aufräumen fiel mir ein alter Schnitt eines Sommerkleides in die Hände, natürlich war dieser nicht mehr zur aktuellen Figur passend. Doch dieses Sommerkleid hatte ich sehr gern, daher machte ich mich daran in den letzten verbleibenden Tagen einen neuen Schnitt aus der alten Vorlage zu erstellen. Zuerst habe ich einen nicht mehr zu gebrauchenden Stoff genommen, einen Prototyp erstellt diesen anprobiert und die Änderungen vorgenommen. Einen Ärmel dazu erstellt, bin zig mal hineingestiegen, hab den Schnitt überprüft und ihn dann zu Papier gebracht, damit er auch wieder verwendet werden kann.

Es ist ein Kasack entstanden etwas kürzer als ein Kleid, zum Tragen über einer engen schmalen Hose. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, denn es überspielt meine, wie ich es immer ausdrücke aus dem Ruder gelaufene Taille und macht so trotzdem eine schöne schlanke Figur.

Und hier ist das gute Stück

Privates

Heute erzähle ich Dir einmal etwas aus meinem anderen, meinem privaten ich.

Bald ist es soweit und unser großes Chor-Projekt Stabat Mater wird am 13. April 2019 mit Orchester aufgeführt. Schwer sind die Proben, da alles auf Latein ist. Doch es macht wahnsinnigen Spaß mit vielen Sängern zusammen sich dieses Stück zu erarbeiten. Was mich in den Proben ganz gefangen hält, das ist die totale Befreiung im Kopf von den sonst immer sich einschleichenden Gedanken, sie bleiben einfach außen vor. Schweift man doch einmal aus Versehen ab, dann holt es einen sofort wieder ein, weil man den richtigen Einsatz für seine Stimme verpasst.
Singen das hätte ich mir früher nie träumen lassen, dass es sehr anstrengend ist und doch so viel Entspannung und Spaß bringt. Durch die Konzentration während einer Probe kommen die Gedanken zur Ruhe und der Geist erfrischt sich und ist danach bereit vieles aus einer anderen Sicht zu sehen.

Ich halte inzwischen sehr viel von Meditation und Entspannung, das lässt uns zur Ruhe kommen und wir können manche Dinge sehr gut verarbeiten und uns um unser eigenes ich dabei kümmern und tun was diesem guttut.

Vor Jahren saß ich einmal als Zuschauerin in einer Modenschau und plötzlich gingen meine Gedanken auf die Reise. Ich konnte den Ablauf überhaupt nicht mehr verfolgen, weil ich ganz weit weg war. Solche Sprünge der Gedanken sind in einer anspruchsvollen Chorprobe überhaupt nicht möglich, weil die Konzentration eine ganz andere Art von Aufmerksamkeit erfordert als nur das Ansehen der vorbei laufenden Modells.

Sehr oft, wenn wir uns mit einer Arbeit beschäftigen, in der wir den Gedanken freien Lauf lassen können schweifen wir ab fühlen uns daher oft ausgepowert und kaputt, weil unser Kopf sich nicht erfrischen konnte.

Das ging mir früher sehr oft so, ich hatte tausend Ideen und konnte diese einfach nicht umsetzen, weil mein Kopf alles durcheinander geworfen hat.

Daher musste ich Dir heute einmal von meinem anderen ich berichten, denn dieses hatte es nicht immer einfach mit sich.

Bis bald

EdithF