Hundstage

Die Sonne gibt alles, um uns richtig in Ferienlaune zu bringen. Heute ist ein Tag zum Durchatmen wunderbar.
Viel tun konnte man bei der Hitze nicht, zumindest diejenigen nicht welche sich schon ihre Tage einteilen können.
In meiner Nachmittäglichen Ruhephase, die sich mein Körper gönnte, jedoch mein Geist nicht gewillt war still zu halten, schwebte ich ab in Wahnsinns heiße Strandtage in Italien. Täglich fuhren wir damals zum Strand nach Lignano und weil wir dort keine Unterkunft hatten, sondern privat bei Bekannten in Udine wohnten, waren wir gezwungen über die heiße Phase am Strand zu bleiben.
Diese heiße Woche mit all ihren Erinnerungen an Sonne Strand und Meer wurde nun noch durch einen meiner Lieblingshits vervollkommnet.  Samba Pa Ti schwebte in der Nachmittäglicher Hitze über den Strand. Wunderschöne heiße Tage in Italien.
Damals waren wir auch schon sehr kreativ und fertigten uns ausgefallene Bikinis an. Die Materialauswahl war noch nicht allzu groß, daher griffen wir meistens auf Frottee und einen gut sitzenden Bügel BH zurück. 

 

Eine Kollegin fuhr zum Bodensee, der Bikini war noch nicht ganz fertiggestellt. Kurzerhand nahm sie Nadel und Faden mit und das neue Stück kam anschließend beim Baden zum Einsatz. Abends wurde dann das neue Sommerkleid beim Seenachtfest in Konstanz ausgeführt.

Leider habe ich von meinen damaligen Designerstückchen keine Fotos gemacht, sonst würdet ihr einiges finden was heute wieder Begeisterungsstürme auslöst.
Was ich aber noch besitze sind Bilder von meinen Modellen bei Modeschauen an denen ich über 30 Jahre teilgenommen habe. Dazu gehörten Schauen bei Handwerker Messen, Modeschauen von den Innungen, Modeschau beim Euroarbeitskreis und vieles mehr. Die Teile wurden alle selbst entworfen und von der Stoffauswahl über die Schnitterstellung bis zur Fertigung in meinem Atelier angefertigt.

 

Ein kleiner Auszug von den Modellen welche Models bei den Modenschauen vorgeführt haben. Angefertigt haben wir vieles mehr, Abendkleider, Brautkleider, Kostüme und noch so einiges. Doch diese Teile sind teilweise mit Kunden fotografiert und daher werde ich sie nicht veröffentlichen.


Möchtest Du auch gern Grundschnitte selbst erstellen, dann habe ich für Dich meinen Grundschnittkurs zusammengestellt, was der Grundstock ist für den daraus entstehenden Schnitt für einen Rock, Hose, Bluse, Kostüm, Kleid und Abendkleid. Selbst die Korsagen, die ich für das Phantom der Oper angefertigt habe, wurden aus einem Grundschnitt heraus entwickelt.

 

 

Du brauchst nichts weiter als einen Bleistift, Radiergummi, Klebestreifen, Maßband, Schere und wenn möglich einen großen Schneider Winkel.

 

Im Grundschnittkurs findest Du die Anleitung zum Abmessen der Maße, Grundschnitterstellungen für Röcke, Hosen, Oberteile (Blusen, Kleider) und Mäntel.

 

Hier findest Du den Grundschnittkurs zum Download oder Du meldest Dich direkt über das Kontaktformular






 

Blusen Galerie

 

Jetzt ist die letzte Bluse fertiggestellt und ich habe mal den 1 x plus 4 Schnitt im Bild festgehalten.
Es ist ein Blusen Schnitt für die reife Figur. An den Schultern schön schmal gehalten, sodass noch gr. 40/42 zum tragen kommt und durch die Saum Verarbeitung, entweder durch einen Sattel (1. Bluse oben) welcher auf den Hüften aufsitzt oder durch einen Gummizug  (blaue und weiße Bluse) welcher wunderbar die Weite um die Hüfte wieder zusammen hält. Dadurch entsteht optisch eine schmale Linie die kleine Pölsterchen geschickt überdeckt.

Nun kommen als nächstes die Hosen dran

Handwerk trifft Konfektion

Für den 09. Juli 2019 hatte sich die Maßschneider-Innung ausgedacht, dass ich über das Einfüttern einer Jacke referieren soll. Ohne viel nachzudenken, sagte ich zu den Kollegen dies zu zeigen. Dass ich mir dadurch eine Menge Arbeit aufgehalst habe, war mir am Anfang nicht bewusst. Es fing damit an, dass ich eine ganz neue Jacke herstellen musste, weil ja nichts Halbfertiges mehr vorhanden war. Nachdem ich meinen schon etwas in die Jahre gekommenen Jackenschnitt nachgemessen haben musste ich feststellen, er passt nicht mehr. Also musste geändert werden, nach dem Zuschnitt kam die Anprobe und auch hier fiel noch einiges an Änderungen an. Es dauerte seine Zeit, bis die Jacke passte.
Schon bei der Beschreibung für diese kleine Vorführung wie ich dies handhabe, wurde mir klar, dass der Text eigentlich anders lauten muss. Das Einfüttern der Jacke war im Grund nur die letzte Arbeitsgang nach der Verarbeitung und diese sollte im Prinzip der Leitfaden zu dem Endprodukt sein. Das kleine Seminar sollte heißen

             Handwerk trifft Konfektion!


Denn die handwerkliche Arbeit habe ich mit der Verarbeitung von konfektionierten Teilen vereinbart und als letzter Arbeitsgang kommt, dann die Einfütterung in das ich es nenne, „das konfektionierte Handwerksteil“. 

Welcher Arbeitsgang vom Schnitt über den Zuschnitt, der Anprobe und eventuellen Abänderungen bis zur Fertigstellung gemacht wurden, das könnt Ihr demnächst erfahren unter: Wie fertige ich einen Blazer an.





Hitze frei

So sieht mein Enkel den Sommer

 

In der letzten Juni Woche fühlte man sich wie in Afrika.Solche Hitze Temperaturen bis fast 40 °C gab es, soweit ich mich erinnern kann in früheren Jahren nicht. Da war es zwar auch schon heiß und kein Luftzug ging durch die Werkstatt, aber man konnte immer noch einigermaßen Arbeiten. Doch letzte Woche musste ich spätestens um 14:00 meinen Arbeitsplatz unter dem Dach verlassen, denn da schlug die Hitzewelle zu.


Viel hatte ich mir vorgenommen für diese ersten Sommertage, ich wollte meinen Kleidervorrat etwas aufstocken. Wie ich schon das letzte Mal erzählt habe lag schon alles bereit und musste nur noch zugeschnitten und genäht werden. Daraus wurde dann leider nicht viel, denn die ersten beiden Tage verbrachte ich mit Enkel hüten, was ich jede Woche tue und es mussten jede Menge Kirschen verarbeitet werden. Ja diese Haushaltsdinge müssen manchmal sein auch, wenn sie uns gerade nicht in den Gram passen.


Heute ist nun ein wunderbarer Sommertag luftig und schön der geradezu einlädt mich wieder meinen Sommerkleidern zu widmen. Zugeschnitten habe ich nach langem überlegen welchen Schnitt ich nehmen soll für die Bluse, eine Bluse ein Basic Top aus schwarzem Shirt Stoff und zwei 7/8 Sommerhosen. Ich habe ja schon öfter darüber berichtet, dass ich vor dem endgültigen zusammennähen jedes Teil anprobiere. Denn manchmal ist der Stoff nicht gleich wie beim letzten Teil oder die Form für die Vorgänger Bluse passt nicht zu dieser Bluse, um es einfach zu sagen, ich bin in der Hinsicht etwas pingelig. Aber so ist es eben, wenn man aus der Maßschneiderei kommt.


Für meine Bluse wählte ich einen Raglanschnitt den ich nun schon bei der vierten Bluse anwende.
Bei der ersten Bluse habe ich auf die Hüfte aufsitzend einen breiten Formbund angebracht, die zweite bekam am Vorderteil eine Faltenpartie, die dritte hat eine Knopfleiste im Vorderteil und mein neuestes Stück wird am Ausschnitt eingerüscht und mit einem schmalen Formstreifen am Ausschnitt und unten mit einem Formbund versehen. Wie man sieht kann ein Grundschnitt sich etliche Male verändern ohne, dass jedes Teil gleich aussieht.

Du möchtest Dir auch so eine luftig leichte Raglan Bluse nähen, dann melde Dich bei mir. Momentan gibt es den Schnitt in Gr. 40/42 bis 42/44 schön weit geschnitten in Taille und Hüfte, diese Weite wird dann durch Formbund oder Gummiband am Saum wieder zusammen gehalten.

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