Tag des Handwerks

 

Am 18. September war Tag des Handwerks und dazu gab es für unseren Bereich, dem Maßschneiderhandwerk ein wunderbares Video auf YouTube. Angepasst an die heutige Zeit sehr gut gemacht, was soll ich sagen der Staub, der uns so anhaftet, wurde abgewischt. Viel mehr dazu möchte ich heute nicht schreiben, sondern euch auffordern das Video anzusehen.

 

Was verdiene ich

Diese Frage plagte mich einige Jahre später nach dem Einstieg in die Selbstständigkeit. Wiedereinmal war ich für 3 Tage zu einem Seminar unseres Schneiderhandwerks gereist.

Damals war dies mehr ernüchternd als aufmunternd für uns Neueinsteiger. Es drehte sich meistens um die Verarbeitung der Maßkleidung und diese Seminare wurden von Koryphäen unseres Handwerks bestritten. Es war nicht so, dass wir Neulinge keine Ahnung von der Herstellung der Maßkleidung hatten, das war es nicht. Vielmehr war es die Art, wie sich die älteren uns jungen präsentierten. Ich weiß es noch heute als ein Bekannter Herrenschneider ein Seminar abhielt und uns erzählte wie er seine Kunden bedient. Dazu gehörte nach einer mehrstündigen Anreise zum Wohnort des Kunden die Anprobe und wenn es angeboten wurde ein hochprozentiges Getränk, das er dem Kunden so erzählte er nicht abschlagen konnte.

Das alles spielte sich in den achtziger Jahren ab, heute wäre dies in unserem Bereich gar nicht mehr möglich. Wie sollte man die Stunden und Fahrtkosten berechnen, ganz zu schweigen vom Alkoholkonsum! Das dies alles nicht meine Welt war, kannst du dir sicher vorstellen. Was mich jedoch brennend interessierte war die Frage wo bekomme ich die Kunden her, die mir meine Arbeit auch bezahlen.

Gute Arbeit anbieten und Kunden haben, die dies wertschätzten, das war schon immer eine große Aufgabe.

Der Zufall wollte es, dass eine ältere Kollegin sehr weit oben in den Hierarchien des Handwerks neben mir im Seminar saß und mich einst sozusagen an die Hand nahm und mir dabei einige Wege öffnete. Bei ihr bekam ich zum ersten Mal einen ganz reellen Überblick über den Verdienst in unserem Handwerk. Sie stellte mit mir zusammen einen Businessplans, wie es heute genannt wird, auf. Meine Vorstellungen von einem Verdienst von 3000,- DM monatlich (es ist schon lange her) wurden bei der Aufstellung zunichte gemacht. Stattdessen meinte die Kollegin, wir fangen mal bei 1300,- DM an. Sie hatte recht das musste ich mir eingestehen, denn schon damals half es nichts sich Luftschlösser zu bauen. Träume waren etwas anderes wie die Realität im täglichen Arbeitsleben.

Jetzt lag es mir dies zu ändern, also fing ich an nach Seminaren Ausschau zu halten, wo ich die Grundlagen für Marketing mir aneignen konnte. Das war das, was ich noch so dringend brauchte damit mein Atelier rentabel wurde.

Ich habe für dich ein Exposé für den Einstieg in die Selbstständigkeit hinterlegt wenn du deine E-Mailadresse und deinen Namen angibst kannst du es sofort herunterladen.