Teilarbeiten bei der Mantelherstellung

Es hatte sich wieder einmal ein Mantelstoff bei mir eingefunden der verarbeitet werden wollte. Der Stoff edel, mit einer haarigen Oberfläche und einer ganz wunderbar auffallender Farbe.

Für den Schnitt hatte ich als Vorlage einen Pelzmantel in A Linie geschnitten, mit tief eingesetzten Ärmeln und hohem Stehkragen. Schnitt, Zuschnitt und 1. Probe war kein Problem doch dann kam die Ausarbeitung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie schließe ich den Mantel und welche Knopflöcher bringe ich an, wie bekomme ich den Stehkragen hin damit er nicht umknickt? Das sind die Arbeitsgänge wo du als Maßschneider dein Wissen einsetzen musst damit eine gute Verarbeitung gelingt.

Daher habe ich den heutigen Blogbeitrag Teilarbeiten genannt.

Zuerst musste das Innenleben gestaltet werden, das heißt, die richtige Einlage für den Mantelstoff auswählen, dann auffixieren. Im Vorfeld sollte entschieden werden welche Knopflöcher das Teil bekommen soll, in meinem Mantel habe ich mich für Schablonenknopflöcher entschieden. Daher stand das Anbringen der Knopflöcher vor der Kantenverarbeitung durch das Verstürzen mit dem Beleg als Nächstes an. Teilungsnähte schließen und ausbügeln war nun die nächste Arbeit bevor die Taschen aufgesetzt wurden. Auch die Herstellung von Taschen erforderte etwas Aufmerksamkeit. Ausmessen, Rundungen ein bügeln die Taschen mit Futter versäubern und aufnähen auf die Vorderteile. Die Teilarbeit, die mich an diesem Mantel am meisten forderte, war der hohe Stehkragen. Er durfte nicht umknicken, aber auch nicht zu steif werden, also kam es auf die richtige Einlage an. Zum Schluss wurde der Mantel noch mit einem ganz besonderen Futter abgefüttert.
Wie du siehst, kommen etliche Arbeitsgänge zusammen bis ein Kleidungsstück fertig auf der Puppe hängt.

Eine kleine Übersicht derEinlagenverarbeitung findest du hier.