Lust auf Frühling

Die letzten Tage hat zwar der Winter nochmal gezeigt was er zu bieten hat, doch mit Sicherheit wird der Frühling wieder ins Land ziehen mit wundervollem Sonnenschein und milden Temperaturen. Die Lust auf etwas Neues schleicht sich wieder in den bisherigen Kleiderbestand ein, da ist es doch wunderbar, wenn aus dem vorhandenem Stofflager noch etwas Brauchbares heraus kommt. 

An meiner Einstellung wie ich frischen Wind in meinen Kleiderschrank bringe, hat sich bis heute noch nichts geändert ich stelle jedes Teil selbst her. Dies geht los bei den Seidenunterhemdchen, Blusen, Shirt, Hosen, Jacken und auch Mäntel. Natürlich gibt es heutzutage alles zu kaufen, doch ich selbst bezeichne mich immer als „Einkaufsmuffel“ weil ich einfach keine Lust habe Laden für Laden abzuklappern (was momentan ja sowieso nicht geht), jedes Mal in die Umzugskabine zu verschwinden ausziehen anziehen ausziehen dazu habe ich keine Lust.

Ich entwerfe meine Kleidung selbst suche nach einem passenden Schnitt aus meinem Vorrat, den ich eventuell abändern kann oder wenn dies nicht möglich ist, aus dem vorhandenen Grundschnitt erstelle ich mir dann den gewünschten Modellschnitt . Genauso bin ich nun an den Zuschnitt meiner neuen Frühlingsjacke herangegangen. Den Schnitt dazu habe ich schon etliche Male angewendet, das letzte Mal entstand dieser Blazer.

Aus dem Stofflager kamen 4 m Leinenstoff hervor, dieser liegt mit Sicherheit schon über ein Jahrzehnt und fand bisher keine Verwendung. Im letzten Jahr habe ich einen Musselin für eine Bluse erstanden, die noch nicht entstanden ist. Dieser gelbe Musselin passt genau zu dem zarten Streifen im Leinenstoff. Bin jetzt noch auf der Suche nach einem grauen Hosenstoff und das neue Outfit ist perfekt.


Den Werdegang der Jacke werde ich mit Wort und Bild zusammenstellen und nach der Fertigstellung bei Massschneider News einstellen.Wenn dich die Innenverarbeitung interessiert dann hole dir doch diesen kleinen Überblick wie ein Profi eine Jacke herstellt.


Modische Einblicke

Heute mal ein kleiner Blogbeitrag über längst vergangene Zeiten.

Wer schon lange im Beruf des Maßschneiders ist, kann so einiges erzählen. Letzte Woche kamen mir durch Zufall einige Bilder längst vergangener Modenschauen in die Hände. Nach dem Durchsehen stellte ich dann eine Bildercollage zusammen mit einigen ausgesuchten Teilen. Manchmal so musste ich feststellen sind die Schnitte nicht viel anders als heutzutage. Einige der Kleidungsstücke liefen bereits vor 25 oder 30 Jahren über den Laufsteg andere auf der zweiten Collage zu sehen erst vor 4 oder 6 Jahren.

 

 

 

 

 

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Samt-Stoff der Könige-

Letzte Woche habe ich wieder einmal Samt verarbeitet. Vor Jahren stand dieses Material nicht unbedingt auf meiner Liste der Lieblingsmaterialien. Na ja ein Lieblingsmaterial zum Verarbeiten ist es bis heute nicht aber ich habe mich damit etwas angefreundet, seit ich meine Art der Verarbeitung anwende.


Zwischenzeitlich sind nun schon 2 Samtmäntel eine Jacke und zwei Kleider entstanden.


Über mein letztes Projekt werde ich nun berichten.
Der Samt stammt von einer Kundin, die sich daraus ein Kleid wünschte. Zuerst waren es einfache Schnitte die mit einem passenden 2. Stoff kombiniert werden sollten und zum Schluss kam dann dieser Schnitt mit Raffung einer Seite dabei heraus.
Das war eine Herausforderung, denn einen fertigen Schnitt gab es nicht, der Schnitt musste aus dem Grundschnitt entwickelt werden. Der Stoff war Samt ohne Elastan und sehr empfindlich daher wendete meine Art der Herstellung für solche Kleidungsstücke an. Mit dem Schnitt erstellte ich aus einem Baumwollstoff (ebenfalls nicht dehnbar) einen Prototyp, an dem ich ohne etwas am Originalstoff zu zerstören meine Änderungen abstecken konnte. Danach konnte ich anhand meines Prototyps meinen Modellschnitt ändern und nun diesen auf den Samt auflegen und ausschneiden.

Zur Sicherheit habe ich dann das Samtkleid zur Anprobe geheftet (mit Nähseide), um den Fall der Raffung sowie den Ausschnitt und die Ärmel zu kontrollieren, bevor ich mich an die Ausarbeitung des Kleides machte. Es war eine wunderschöne Aufgabe dieses Teil von Grund auf zu erstellen. Das sind die Vorteile, wenn dieser Beruf von Grund auf erlernt ist. Man braucht sich nicht auf die Suche nach einem Schnitt zu begeben, sondern alles entsteht von Grund auf mit ganz einfachen Dingen, wie den abgemessenen Maßen und Bleistift Schere und Papier. Möchtest du mehr über verschiedene Arbeiten aus dem Reich der Schneiderwerkstatt erfahren dann gibt es hier meine kleine Anleitung für die Samtverarbeitung;

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Maßgeschneidert

Am 6. März war Tag des Kleides. Viele meiner Kollegen haben ihre selbstentworfene und angefertigte Kleider bei Facebook eingestellt, mit dem Button


was soll denn der Unterschied sein, wenn du doch selbst dein Kleid herstellen kannst? Ja wie soll ich das erklären für einen Maßschneider fängt die Arbeit nicht mit dem Zuschnitt eines fertigen Schnittes der auf den ausgesuchten Stoff gelegt wird an, sondern schon ein paar Schritte davor.


Der Kunde/in kommt ins Atelier mit dem Wunsch sich ein neues Kleidungsstück anfertigen zu lassen. Manchmal wird ein Stoff mitgebracht doch in den meisten Fällen wird der Stoff im Atelier mit der Schneiderin zusammen ausgesucht, was für den Entwurf die bessere Variante ist. Wir Maßschneider beherrschen nicht nur den ganzen Aufbau vom Stoff zum Entwurf und Schnitt, sondern haben sehr oft auch einen Blick für die passende Farbe und den Stil. In Seminaren für verschiedene Anwendungen in der Verarbeitung konnten wir die Farb & Stil Beratung uns aneignen, was den Kunden/innen nun beim Aussuchen von Stoff und Entwurf zugutekommt. Der nächste Schritt ist dann nach Abnehmen der Maße einen Grundschnitt zu erstellen, um aus diesem dann den Modellschnitt zu entwickeln.

Wenn du bis hier hin aufmerksam mitgelesen hast sind dir die Unterschiede einer Näherin und einer ausgebildeten Schneiderin sicher schon aufgefallen. Du kannst dir vorstellen, dass in dieser Vorarbeit bis es endlich an den Zuschnitt geht, schon eine Menge Arbeit liegt und Zeit vergeht. Nähen das können viele jedoch schneidern von Grund auf das ist etwas anderes.

Was ist nun der Vorteil sich ein Kleidungsstück anfertigen zu lassen. Die Kleidung ist ein Einzelstück das passt, weil nach den Maßen jeder Kundin gefertigt, der Stoff ist passend zum Typ und dem Stil des Kleides ausgewählt, wenn möglich in dem Material welches die Kundin wünscht.


Bei mir sind es zum Beispiel Kunden die sich ein reinseidenes Futter in ihrer Kleidung wünschen und Kleidung aus Naturfaser bevorzugen. Ältere Damen habe ich schon mit Hosen und Jacken eingekleidet die kein Konfektionär in dieser Form herzustellen vermag.

Meine letzten Kleidungsstücke waren für eine Frau mit Down-Syndrom eine schwierige Aufgabe. Meine Kundin war etwa Mitte 50zig und im Körper einer kleinwüchsigen Frau und vom geistigen Stand im Alter eines Kindes das rosa Farben liebt. Hier die Schnitte zu erstellen war nicht einfach. Zwei sommerliche Kleider stelle ich hier mal ein, es sind Kleider die vom Alter her für eine Frau gearbeitet worden sie haben aber einen kindlichen Schnitt sowie die Lieblingsfarbe rosa.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hosen Jacken Blusen

Alles, was so im Frühling angesagt ist, werde ich nun mal aus meinem Stofflager zusammenstellen. Vielleicht fehlt auch noch der eine oder andere Stoff für ein Kleidungsstück mal sehen.


Wie bei all meinen Kleidern bin ich im Vorfeld meinen Bestand durchgegangen hab das ein oder andere probiert, ob es noch zur Figur und was ich ebenfalls sehr wichtig finde, zur jetzigen Altersphase passt. Die meisten Stücke haben bei mir eine Haltbarkeit von ca. 10 Jahren das ist so der Zeitraum, indem sich Figürlich und vom optischen her bei Frauen, die das 60zigste Lebensjahr schon überschritten haben, sehr oft einiges verändert.

Als noch meine tägliche Arbeit aus der Anfertigung von Kleidungsstücken für Kunden bestand und diese meistens in der genannten Alterskategorie zu finden waren haben mir die Veränderungen des Körpers oft gezeigt, dass sich an der Grundfigur sich nicht viel ändert. Es muss lediglich an verschiedenen Stellen wie der Weite oder Länge etwas nachjustiert werden. Hosen sind ein gutes Beispiel dafür, aus einer Figur mit flachem Po wird nicht urplötzlich ein rundes Gesäß. Was im Lauf der Jahre dazu kommt, ist mehr Weite in der Taille und eventuell in der Hüfte. Das heißt, um es einmal ganz banal auszudrücken, die Taille gerät aus den Fugen. Diesen Wortlaut habe ich schon einmal auf Facebook verwendet und musste dann von einer 50zig Jährigen anhören, dass dies sozusagen Blödsinn sei.

Mal ganz ehrlich mit fünfzig dachte ich das auch, dass die Figur Veränderungen nur die anderen treffen würde aber mich doch nicht. Dabei hätte ich es wissen müssen, weil sich jahrelang diese Klientel von Kunden bei mir ankleiden ließ. Fettpölsterchen an den unterschiedlichsten Stellen waren gekonnt zu verstecken durch dementsprechende Schnittführung. Da gab es Kunden mit breitem Oberkörper schmalen Hüften und sehr dünnen Beinen wo die Taille sich verabschiedete oder kleine gedrungene mit ausladenden Hüften all diese Figuren passten nicht in die vorgegebenen Größen der Konfektion. Alle wollten aber schön aussehen in ihren Kleidern und ihre Schwachstellen sollten, gekonnt überspielt werden.

Es hat mir große Freude bereitet meinen Kundinnen das Gefühl zu geben, dass sie gut aussehen.

Eine kleine Anekdote vom Mann einer Kundin.

Sie waren zu einem Fest eingeladen und die Frau brauchte ein passendes Gewand. Wir entschlossen uns gemeinsam für einen schwarzen Woll-Georgette die Kundin war ein Wintertyp und schwarz passte sehr gut zu ihr. Es ist schon sehr lange her doch der Satz von ihr ist mir noch in Erinnerung geblieben als sie das nächste Mal zu mir kam sagte sie mir, dass ihr Mann gesagt hätte, sie sei die schönste gewesen auf dem Fest.

Nicht jede Figur verändert sich im Lauf der Jahre doch sollte dies der Fall sein so kannst du ganz einfach deinen vorhandenen Schnitt wieder mit ein paar Abänderungen in Form bringen.

 

Das war ein kleiner Streifzug durch meine Arbeit als Maßschneiderin. Ich denke gerade jetzt in dieser Zeit wo alles auf dem Prüfstand steht, könnte vielleicht auch ein umdenken in unserem Bereich stattfinden. Es gehen jährlich sehr viele Gesellen wie auch Meister von den Schulen ab und begraben ihren großen Traum von einem eigenen Atelier, weil die Gegebenheiten nicht passen. Es muss nicht immer gleich die große Nummer mit einem Designer Label sein vielleicht ist ein kleines erfolgreiches Atelier passender zur Lebenssituation. Sieh dir meinen Weg an, du kannst ihn als roten Faden nutzen.

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Fast Fashion

Meinen heutigen Beitrag wollte ich eigentlich der Anfertigung einer Hose widmen doch bei meinem „Rundgang“ durch die Facebookseiten bin ich auf einen Artikel gestoßen, der mich vom Inhalt her gezwungen hat, ihn zu lesen wohin mit 500 Mio Kleidungsstücken

Bild aus Trigema Magazin


Mit dieser Thematik befasse ich mich schon sehr lange und ich bin immer wieder entsetzt warum dieser Zwang sich ständig neue Klamotten zu kaufen nicht die Gehirnwindungen in Gang setzt, dass dies eine Ausbeutung der Rohstoffe ist und letztendlich ebenfalls etwas mit der Umwelt zu tun hat. Warum geht den Menschen bei Fast Fashion nicht die Umweltlampe an, dann wären die Berge von Altkleidern die entsorgt werden um einiges kleiner.

Ich möchte nicht die ganze Kette der Herstellung hier aufzählen doch eins ist sicher, es werden Unmengen an Wasser verbraucht mit Pestiziden wird nicht gespart und die Menschen werden ausgebeutet. Es wäre doch an der Zeit auch von dieser Seite aus einmal darüber nachzudenken, ob wir unser Verhalten in Bezug auf Kleidung ändern und nicht jedem neuesten Trend nachlaufen. Muss es denn sein, dass wir dazu beitragen, dass diverse Händler jede 2. Woche eine neue Kollektion anbieten? Was allein dadurch an Ressourcen verbraucht werden für Klamotten, die oft nicht mal getragen werden, sondern auf solchen Müllbergen landen wie der Bericht sie zeigt, das regt doch zum Nachdenken an.


In einem Blogbeitrag vom letzten Jahr habe über Slow Fashion  berichtet es wäre schön, wenn Corona etwas zum Nachdenken anregen würde bei den Herstellern der Fast Fashion und bei den Verbrauchern denn es hängt an beiden wie sich die Ausbeutung weiterentwickelt.

Winterlich

Dieses Mal widme ich mich wieder meiner kreativen Ader nämlich der Herstellung von warmen Kleidungsstücken.

In jungen Jahren habe ich mit Vorliebe Wollweiße Mäntel getragen. Ein paar alte Bilder davon habe ich noch gefunden. Es gesellte sich ein Lila Woll-Kaschmir-Mantel und einige Jahre später ein grauer Mantel ebenfalls aus Woll-Kaschmir dazu. Aus Tweed und Karostoff besaß ich schon Mäntel und einige mehr. Das war so die Winterkollektion, an Mäntel dazu kamen noch einige sommerliche Mäntel aus Mikrofaserstoffen. Einen sogenannten Staubmantel habe ich mal aus reinseidener Popeline genäht diese fiel mir beim Stoffe kramen im Geschäft für damals 2,- DM pro Meter in die Hände. Derjenige der diesen Stoff ausgezeichnet hatte, war höchstwahrscheinlich ahnungslos für welchen Preis er dieses wertvolle Material verschleudert hat.


Wie viele Mäntel Parkas und Jacken ich in meiner Laufbahn von nun fast 50zig Jahren schon hergestellt habe kann ich schon nicht mehr zählen. Nur mein Einstieg in meine Mantelgeschichte ist mir heute noch sehr präsent.

Meine Selbstständigkeit war noch sehr frisch vielleicht 2 oder 3 Jahre alt, da bekam ich einen Auftrag, ich denke es war so kurz vor Weihnachten für eine Kundin einen Mantel aus einem cremefarbenen Lamastoff anzufertigen. Als ich die Arbeit beendet hatte, wurde von der Auftraggeberin ein 2. Mantel für ihre Schwiegermutter bestellt aus dem gleichen Stoff nur in einer anderen Farbe. Das versetzte mich damals ganz schön in Stress denn ich war noch nicht so geübt Mäntel vom Entwurf bis zur Fertigung herzustellen. Lamastoffe waren einst der letzte Schrei, neben anderen Naturstoffen, sie waren leicht und gleichzeitig wärmend beim Tragen.

Das war neben meinen eigenen Mänteln, die ich natürlich ebenfalls selbst angefertigt habe der Auftakt zu einer ganzen Reihe von angefertigten Mänteln. Darunter befanden sich Mäntel mit Glockenröcken, Mäntel aus weißem Wollstoff mit Kapuze oder schlicht geschnitten. Im Lauf der Jahre kamen sehr viele Mäntel zusammen. Für mich nähte ich einige Parkas individuell im Schnitt und der Farbe. Eine ganz witzige Kombination aus Parka und Hut ist auf dem Bild zu sehen. Den Stoff hat damals eine Kundin selbst gewebt. In einem Zimmer bei ihr zu Hause standen 2 oder 3 große Webstühle (weiß ich nicht mehr so genau) auf denen sie ihr Hobby ausübte. Eine Herausforderung waren dann einige Trachtenjacken und ein Mantel für eine Kundin die nicht in die üblichen Konfektionsgrößen passte. Mäntel sind oft eine größere Herausforderung als Jacken, weil so viel Stoff vorhanden ist. Daher ist es wichtig Schritt für Schritt vorzugehen und jedes Teil so lange es noch nicht zusammengenäht ist so weit wie möglich fertigzustellen. Das heißt die Vorderteile werden offen fixiert die Knopflöcher (Schablonenknopflöcher) angebracht die vordere Kante zum Verstürzen mit dem Beleg vorbereitet und danach verstürzt. Wenn es möglich ist, werden dann noch die Taschen eingearbeitet. Meine letzten Mäntel waren aus Samt eine nicht ganz leichte Aufgabe.

Wenn dich meine Samtmantelverarbeitung und Herstellung eines Schablonenknopflochs interessiert dann trage deinen Namen und die Mailadresse ein dann kannst du es gleich nachlesen.


Krisen meistern

 

Jetzt ist es da das neue Jahr 2021 was wird es uns bringen?

Für einige meiner Kollegen wird es schwer werden, denn das Jahr 2020 hat einen tiefen Riss hinterlassen. In den 2 Wochen, die nun schon vergangen sind, hat sich leider nicht viel geändert an der bedrückenden Situation die diese Pandemie mit sich bringt.

 

 

Soll ich mal aus meiner erlebten Geschichte erzählen, die sich vor mehr als einem Jahrzehnt zugetragen hat; Anfang Januar saß ich da und wusste, dass mein bisheriges Leben, das ich mir so wundervoll vorgestellt hatte, in einigen Wochen zu Bruch gehen wird; dies war unwiderruflich und stand auf den Tag genau fest; was hatte ich getan an und für sich nichts Schlimmes nur das mir das Schicksal einige unlösbare Aufgaben gestellt hatte.
Mein Leidensdruck war 10 Jahre zuvor an eine Grenze angelangt die mir keine andere Wahl ließ, als mich zu befreien. Nun stand ich da und nichts konnte mich mehr retten ich musste alles wovon ich geträumt hatte hergeben.

Einige denken jetzt sicher ich hätte Mann und Familie verlassen oh nein so war es nicht, denn wir standen ja alle unter demselben Joch. Ein Tag im August brachte mir damals endlich den Mut das ganze nicht länger zu ertragen. Daraufhin beschlossen wir aus einer gesicherten Existenz auszubrechen und nochmal neu zu beginnen. Manchmal funkt einem das Schicksal allerdings dermaßen dazwischen, dass alles, was sich auf dem Papier so gut ausrechnen lässt, plötzlich zunichtegemacht wird.

Jahrelang habe ich gekämpft zu überleben und zum Schluss mit wachem Verstand mir eingestanden, dass gegen große Gegner nicht anzukommen ist. Kurz gesagt wir verloren Haus und Hof. Das war das (könnt) ihr mir glauben keine leichte Sache vor allem, weil es viele Menschen gab, denen die Schadenfreude anzumerken war.

Und nun mache ich einen Bogen zu unserer jetzigen Zeit die einige vielleicht nicht ganz unbeschadet überstehen werden. Auch ich habe einige Jahre gebraucht um unser Leben wieder ins Lot zu bekommen doch diesen Ast wovon ich ernährt wurde und werde habe ich nie abgesägt. Im Gegenteil ich habe überlegt wie ich weiterhin meine Selbstständigkeit ausüben kann. Aufgeben musste ich eine große Werkstatt mit einigen Maschinen und den größten Teil meiner Kundschaft. Was ich aber noch hatte, war meine berufliche Qualifikation die eine handvoll guter Kunden, die ich nun zu Hause besuchte sehr zu schätzen wusste.

Auf diese Weise konnte ich mich über einen Zeitraum von ca. 6 Jahren hinwegretten. Mein großes Glück war dann mein Alter meine Rente stand vor der Tür und alles wurde etwas entspannter.

 

Es ist für die Textilbranche sicher eine sehr schwere Zeit denn viele werden auf der Strecke bleiben. In jeder noch so schlimmen Zeit steckt auch eine Chance für einige, die sie zu nutzen wissen. In all dem Durcheinander wird es sicher auch Gewinner geben. Auch ich war oft mutlos, doch aufgeben kam für mich nie infrage.
Bei mir war es ein Arbeitsunfall meines Mannes, welcher ihm in die Erwerbsunfähigkeit brachte die, unsere ganze Planung über den Haufen warf jetzt ist es Corona was die Menschen aufruft nach neuen Wegen zu suchen.

 

Krisen wird es im Leben immer geben, es kommt nur darauf an was du aus ihnen machst.

Wer mehr über meinen Weg erfahren möchte, kann dies hier  Verlorene Träume  nachlesen und vielleicht ein paar Informationen erhalten wie eine Krise bewältigt werden kann.


 

 

 

 

 

Rückblick zum Jahresende

 

Jetzt da ich nicht mehr jedem Trend hinterherlaufen muss, was ich im Grunde noch nie tat, habe ich ein wenig gestöbert in alten Journalen im Netz und bei Facebook und Co. Seit ich mich dem kreativen Handwerk gewidmet habe und darüber sind schon viele Jahrzehnte vergangen, sind die meisten meiner Kleidungsstücke in meinem Kopf entstanden. Es ist nicht so, dass ich mich nicht über die neuesten Trends informiert habe, daran bin auch ich nicht vorbeigekommen. Manchmal, wenn ich mir für mich etwas ausgedacht hatte, gab es ähnliche Kreationen dann auf den Laufstegen zu sehen.

Vielleicht ist es so eine unbewusste Schwingung die einen Kreativling erreicht ich weiß es nicht. In die Jahre gekommen auch was den modischen Bereich anbelangt bemühe ich mich bei meiner Kleidung zwar etwas anders auszusehen wie die Masse jedoch nicht wie ein bunter Vogel. Oft passiert es mir, dass ich etwas herstelle, mir dann überlege, was gibt mein Bestand an Kombinationen her und welche Teile könnte ich noch dazu gebrauchen. Ein Rock oder eine Hose sind bald genäht dazu vielleicht ein passendes Shirt oder eine Bluse und fertig ist das neue Outfit.

Minimalismus im Kleiderschrank das betreibe ich schon lange. Vor vielen Jahren war es die wenige Zeit für die eigene Garderobe, heutzutage kann ich sehr gut auf vieles verzichten.

In meinen jungen Jahren war ich genauso verrückt wie die heutigen Nähbegeisterten zu jedem Wochenende brauchte ich ein neues Kleid. Das brachte mich ganz schön in Stress und so wurden die Teile in einer Geschwindigkeit zusammengefügt die so manchen Fehler beinhaltete. Ich weiß es noch genau als ich mein erstes perfekt genähtes Teil hergestellt hatte, es war ein Glockenrock aus einem wunderschönen Tweed aus Schurwolle mit großen Taschen vorne mit Knöpfen geschlossen. Den Rock wollte ich zur Modenschau der Modeschule tragen doch es war Oktober und mir fehlte ein Oberteil und dazu eine passende Jacke. Was habe ich gemacht ich habe in meinem damals noch sehr geringen Bestand an Kleidungsstücken eine Bluse gefunden und kaufte mir eine schöne Strickjacke dazu! Die Kombinationen aus Rock Bluse und Jacke sah sehr gut aus doch wie gesagt es war Oktober und schon sehr frisch draußen, damals habe ich ganz schön gefroren.

Ein gutes hatte der Rock dann doch, von dort an wurde ich sorgfältiger in der Herstellung und habe nie mehr die Kleider zusammengeschustert nur, dass ich wieder ein neues Teil zum Anziehen hatte. Durch diese Erfahrung fing ich dann an mir nach und nach vom Rock (damals das Kleidungsstück) bis zur Jacke meine Kleidung zusammenzustellen.

Um nochmal den Minimalismus im Kleiderschrank aufzugreifen, wozu braucht der Mensch diesen Wahnsinns-Überfluss an allem oft genügt schon die Hälfte davon oder noch weniger. Vielleicht ist unsere Zeit gerade reif dafür über einiges nachzudenken.

 

Viele Jahre besuchte ich Seminare für die Praxis und was ich sehr wichtig finde für Management und Marketing. Die Praxisseminare halfen mir sehr meine Arbeit zu perfektionieren, sodass in meinem Atelier Musterteile von namhaften Konfektionen und Arbeiten für verschiedene Theater hergestellt wurden. Es war eine schöne Aufgabe, wenn Rollen von Stoffen, Futterstoffen und Einlagen und was alles noch dazugehörte angeliefert wurden, um diese zu verarbeiten. Vom Zuschnitt bis zur Fertigung wurde dann alles in unserem Atelier hergestellt.

Diese Dinge fliegen allerdings nicht von selbst ins Haus, dafür musste man sich schon etwas anstrengen. Marketing und Management Seminare leisteten mir hier eine gute Hilfestellung.
Ich bin überzeugt, dass dies auch heute noch geht, man muss nur bereit sein, Zeit und Geld zu investieren.

 

Das neue Jahr wäre doch ein wunderbarer Einstieg dafür wieder zu zeigen, dass unser wundervolles Handwerk noch da ist.

Ich wünsche allen ein gutes erfolgreiches und glückliches Neues Jahr

EdithF

Kopfbedeckungen

Es ist kalt geworden und so mancher ist froh an einer schützenden Kopfbedeckung. Vielleicht darf es einmal ein klein wenig anders ausfallen in diesem Jahr wie wäre es da mit einem selbstgenähten Hut.
Als ich in meinen Schnitten gestöbert habe kamen mir verschiedene Hut und Mützen Modelle entgegen. Nach einigem suchen nach passenden Stoffresten wurde ich fündig mit einem Loden und Walkloden sowie einem Stück grauem Mantelstoff.


Einen habe ich nun fertiggestellt es ist das Modell wie auf dem Bild mit einem Kopfumfang von 60 cm. Als Material für den Hut habe ich den Walkloden gewählt. Jetzt warte ich auf meinen schwarzen Fleecestoff, um ein Modell eines Hutes zu erstellen das an eine Schiebermütze erinnert. Eine Eigenkreation habe ich ebenfalls noch ausprobiert dafür kam der wollweiße Loden zum Einsatz.

Hast du auch Lust auf Hüte dann habe ich die Schnitte mit einer Anleitung dazu. Den passenden Schnitt für den Hut auf dem Bild gibt es für einen Kopfumfang von  Gr. 57 cm und 62 cm.

Als Weihnachtsgeschenk hinterlege ich den Schnitt mit Anleitung für den Hut in Gr.57

Wenn du deinen Namen und die Mailadresse eingibst kannst du sofort mit der Herstellung des Hutes beginnen.