Fashion Show

Vor eineinhalb Wochen am Freitagabend war es wieder mal so weit, die Modeschaffenden trafen sich zur alljährlichen Fashion Show der staatlichen Modeschule Stuttgart.
Wie jedes Jahr war diese Modenschau auch gleichzeitig der Anlass für die Überprüfung des passenden Outfits im eigenen Kleiderschrank. Tage vorher machte ich mir schon Gedanken darüber, was kann ich anziehen. Schließlich will man ja nicht unangenehm auffallen im Kreis der Kollegen, die sich mit Sicherheit alle fein herausgeputzt haben zu diesem Anlass.
Doch seit einiger Zeit habe ich mein Kleider-Reservoir etwas vernachlässigt. Seit ich nicht mehr gezwungen bin ein paar schicke Kleider und Kostüme zu bevorraten, habe ich auch keinen Blick mehr auf die Passform der vorhandenen Outfits geworfen.
Na ja was soll ich sagen, das Problem war nicht zu übersehen, die Taille war aus dem Ruder gelaufen. Nun stand ich da und meine Gedanken rauschten um die Möglichkeiten herum, wie kann ich das lösen. Erweitern in der Taille, das brachte kein zufriedenstellendes Ergebnis. Also was blieb mir dann letztendlich als einziger Ausweg noch übrig, es musste was Neues her.
Doch damit begann erst das große Übel, das neue Teil musste in perfekter Maßschneiderarbeit hergestellt werden. Und diese geht nicht in ein paar Stunden. Zuerst musste ein passender Schnitt hergestellt werden, nach dem Zuschnitt und Anprobe fielen dann sicher ein paar Änderungen an. Danach würde ich die endgültige Passform mit genauen Nahtzugaben nochmal ausschneiden, Teile die eine Stabilisierung brauchten mit Einlage versehen (Einlage, Nahtbänder usw. sind oft das unsichtbare Geheimnis eines maßgeschneiderten Kleidungsstückes). Nach all diesen Vorbereitungen könnte dann die Arbeit an der Nähmaschine beginnen. Bis das ganze Teil dann zum Anziehen bereit ist, vergehen etliche Stunden.
Was also tun? Ich suchte noch ein wenig im Kleiderschrank herum und blieb letztendlich wieder einmal an meinem Retter in der Not hängen, meiner schwarzen Hose. Schlicht geschnitten mit seitlichem Reißverschluss und engen Beinen passte sie noch immer ins modische Bild unserer Zeit. Doch was ziehe ich dazu an, einst passten meine kleinen Jäckchen mit Top darunter perfekt dazu, doch nun! Also weiter suchen.
Da fiel mir meine bunte Sommerbluse ein, die ich schon in kleiner Abwandlung in einem anderen Stoff hergestellt hatte. Der Schnitt passt perfekt und ein wunderbarer Musselin Stoff kam aus meinen Vorräten zum Vorschein, der sich für eine sommerliche Bluse hervorragend verarbeiten lassen würde. Ich holte meinen Blusenschnitt heraus, bügelte im Stoffstück für das Vorderteil ein paar Falten ein, nähte sie ab und legte dann den Schnitt darauf und es entstand eine sehr luftige leichte Sommerbluse, welche den kritischen Blicken meines Berufsstandes absolut standhalten konnte.

Verarbeitung von Einlage und Nahtbänder in der Schneiderei, wo braucht man sie. Dazu nächstes Mal mehr.

Bis bald

EdithF

 

Sommer Sonne Liegestuhl

Die Woche ist fast schon wieder vorüber und ich bin immer noch nicht fertig mit meiner neuen Hose. Vordere und hintere Hosenteile sind mit Taschen versehen und warten aufs Zusammennähen.

Es ist heiß, die Finger schwitzen und irgendwie will der ganze Körper einfach nicht das Machen was er soll. Heutzutage kann ich mir solch Schlendrian ja leisten, ich muss kein tägliches Soll mehr erfüllen. So lockt statt der Nähmaschine der Liegestuhl zum Sommer genießen. Es ist erstaunlich wie sehr sich doch der Lebensrhythmus ändern kann, wenn man es zulässt. Waren vor Jahren die heißen Tage angefüllt mit Bergen von Arbeit durch die Musterung für die Konfektion, die gerade jetzt ihre Hochphase hatte, so ist die mittägliche Liegestuhl Einlage nun eine beglückende Sache.

Letztens hatte ich meinen Lieblingssommerrock vorgestellt und musste feststellen, dass meine Art zu arbeiten für einige jüngere Menschen nicht dem Idealbild eines Designs entspricht. Nun ja es mag wohl möglich sein, dass das so ist, ich stehe jedoch für klassische Kleidungsstücke und möchte nicht mehr jedem Modetrend hinterherhecheln. Für mich ist es wichtig, dass die Kleidungsstücke in Farbe und Stil zueinander passen und auf die Trägerin abgestimmt sind.

Erst heute musste ich dies bei der Anprobe eines Kleides, welches ich für unsere letzte Innungsmodenschau entworfen und genäht habe wieder feststellen. Für manche Schnitte ist einfach die Zeit vorbei. Mit einem leichten Seufzer hängte ich das Kleid wieder auf den Bügel, es war einfach nicht mehr passend für meine älter gewordene Figur.

Daher nehme ich mir seit einiger Zeit vor, Schnitte zu entwerfen, die vorwiegend für die Figur der Frau, die nicht mehr die Normmaße hat, herzustellen. Oft sind es ja nur die Kleinigkeiten, wie der größere Taillenumfang oder die Ober- und Hüftweite. Auch rund um den Halsausschnitt und die Rückenbreite gibt es oft kleinere Probleme, da der Rücken etwas breiter geworden ist.

All diese kleinen Feinheiten beachten wir natürlich schon immer in der Maßschneiderei, da wir jeden einzelnen Kunden vermessen und danach einen Grundschnitt erstellen. Daraus lassen sich dann die unterschiedlichsten Schnitte zaubern die genau auf die Figur der Trägerin passen.

Möchtest Du mehr darüber erfahren, dann schau wieder vorbei.

Bis bald

EdithF

Sommerhosen

Es ist Sommer und was ist schon dabei ……………., so sang einst Jürgen Drews.
Ihr merkt, ich komme aus einem anderen Jahrzehnt und habe schon etliche Jahre modisches auf und ab erlebt.
Als ich so um die 20 war, kamen Zeltkleider in Mode, Hosen mit Schlag folgten und dazu wurden hohe Plateauschuhe getragen. Die Liste der modischen Verrücktheiten ließe sich noch fortsetzen.
Ja, auch wir waren damals schon sehr modebewusst.

Heute wären diese Zeltkleider manchmal ganz praktisch, sie würden unsere kleinen Rundungen gekonnt verstecken.
Doch was ziehen wir nun mit Vorliebe an es sind die modernen Beinkleider die Hosen, es gibt sie inzwischen in allen Variationen.

Der neueste Modeschrei sind Track Pants, Hosen bequem und sportlich. Sie erinnern mich an ein Lehrmädchen, das bei mir in der Zeit der Leggins und Jogginghosen war. Der Bequemlichkeit halber kam Sie täglich in diesen Hosen zur Arbeit, damals optisch etwas ungewöhnlich.
Nicht nur die klassische Jeans ist in, ganz modisch ist die Culotte eine wunderbar weite Sommerhose, ob lang oder 7/8 ist egal. Eine weitere Form die Sarouellhose auch Haremshose genannt, ist ebenfalls luftig sommerlich leicht. Oder darf es etwas edler sein, dann stehen da noch die Schlaghosen im siebziger Jahre Stil und die Marlene Dietrich Hose zur Verfügung und natürlich die schlichte schmale Anzughose.
Die Auswahl ist groß, ich habe mir als Schnitt allerdings eine ganz normale Hose in Jeansform vorgenommen. Denn dieser Hosenschnitt ist für viele Gelegenheiten einsetzbar.

Einen Einblick in den Herstellungsablauf bekommst Du demnächst hier zu sehen.

Bis bald

EdithF

  
  

 

Glasperlenspiel

Alte Knöpfe haben meistens etwas ganz besonderes, sie sind noch aus natürlichen Materialien hergestellt. Ob dies ein Perlmutt-, Glas- Horn-, Holz- oder Metallknopf ist, diese Knöpfe wurden früher in Handarbeit hergestellt.
Perlmutt dieses Material entdeckte ich anhand von den Abfallstücken das erste Mal in meiner Kindheit. In unserem Dorf gab es eine Familie, die sich mit der Knopfherstellung wieder ein kleines Gewerbe aufgebaut hatte. Die Familie stammte aus dem damaligen Sudetenland und hatte zu Hause schon eine Knopffabrik.


Als Kind interessiert man sich natürlich nicht für die Geschichte, welche hinter den glitzernden Häufen von Muschelabfällen vor dem Haus steckt.
Viele Jahre später als ich schon längst mein eigenes Atelier hatte und Lehrlinge ausbildete, kam ich wieder mit der Knopfgeschichte in Berührung.

Bei einer Einladung vom Landesgewerbeamt lernte ich einen Knopffabrikanten kennen und damit begann nun die nächste Knopfgeschichte. Als ich ihn einlud uns doch einmal in unserem Atelier zu besuchen, brachte er eine große Tüte mit Knöpfen aller Art mit.
Der Nachmittag war daraufhin für die Arbeit gelaufen, denn Knöpfe haben etwas Magisches an sich. Meine Lehrlinge stürzten sich auf die ausgeschüttete Knöpfe und fingen an zu wühlen. Wie die Kinder sammelten sie in Grüppchen passende Knöpfe zusammen und waren im Himmel der Knopfglückseligkeit.


Knöpfe sind etwas ganz besonderes auch für mich. Als ich meine Lehre begann, durfte ich fast täglich in die Stadt gehen und Kopfauswahlen für die herzustellenden Kleidungsstücke holen. Dadurch bekam ich schon recht früh einen besonderen Bezug zu dem richtigen Knopf für das einzelne Kleidungsstück. Dabei ist es bis heute geblieben, ich nähe nicht irgendeinen Knopf an nur, weil die Farbe passt, sondern er sollte auch den Stil des Kleidungsstückes angepasst sein. Für rote Kleidung zum Beispiel ist es oft nicht einfach etwas Passendes zu finden, oft passen Stil und Knopf nicht zueinander. Doch es gibt ja genügend Auswahl im Bereich der Knöpfe, oft hilft dann das Material, welches mich schon als Kind inspirierte, der Perlmuttknopf.

Als meine neue Bluse fertig war, stand die Knopffrage an. Probiert habe ich alles mögliche aus meinem reichhaltigen Fundus, hängen geblieben bin ich wieder einmal bei einem alten Glasknopf. Und das Glasperlenspiel auf der Knopfleiste der Bluse begann.

 

Bis bald EdithF

 

 

 

 

 

 

Best Ager

Diesmal steige ich mal in das Thema der Best Ager ein. Schon einige Jahre schwirrt dieser Begriff der heutigen „Jungen Alten“ durch alle Medien.

Die „Jungen Alten“ sind heute auch schon in der Omazeit angelangt, jedoch mit völlig anderer Vorstellung wie vor 10 oder 20 Jahren. Damals waren Tages-Busfahrten, gemeinsame Badetage usw. angesagt, das wollen wir heutzutage nicht mehr. Diese Dinge haben vor 15 oder 20 Jahren noch den damaligen Best Ager Spaß gemacht, jetzt ist eine neue Generation in diesem Alter und hat andere Vorstellungen von der Freizeitbeschäftigung.
Was macht man heute? Zum einen haben die meisten noch einige Jahre Berufszeit vor sich und schon dadurch hat sich einiges geändert. Waren früher viele Frauen nur Teilzeitbeschäftigt und das Rentenalter fing mit 60 an, so geht die Berufstätigkeit heute um einige Jahre länger und Frau hat oftmals einen Vollzeitjob.

Mir kamen die Best Ager bei meiner Schnittanfertigung in den Sinn.
Ich finde, dass jetzt da schon wieder einige Jahre wo mit den 50+ geworben wird, sich die Zielgruppe etwas verschoben hat. Sehen wir uns die heutigen 50-jährigen an, sie sind oft fit durchtrainiert und haben noch einen Körper wie eh und je. Dies wird sich allerdings im Lauf der nächsten 10 bis 15 Jahre, wenn der natürliche Alterungsprozess einsetzt bei den meisten etwas ändern. Ich behaupte nicht, dass ich damit meine, dass die Menschen dicker werden. Sie werden an manchen Körperstellen wie der Taille, Hüfte, Nacken, Oberarme und Beine in der Form anders.
Und jetzt kommt das womit ich mich schon länger beschäftige. Wie passt eine Gr. 38 in eine taillierte Bluse, wenn z. B. die Taille nicht mehr der Maßeinheit des Schnittes entspricht. Bei Hosen stellt sich oft die gleiche Frage, in der Taille zu eng, an Po und Oberschenkel zu weit.
Auch die Best Ager wollen sich Figurbetont kleiden und nicht auf „Säcke“ zurückgreifen doch wie dieses Problem lösen.
In meinen Schnittkonstruktionen lege ich Wert auf die gewissen Problemzonen der älter werdenden Nähbegeisterten 50+ oder wie ich sie gern nenne, die neuen fitten 60+, welche die 50+ der vergangenen Jahre sind.

Bis bald EdithF

Zeitgeist

Am Freitag den 04. Mai 2018 war es wieder soweit die alljährliche Modenschau der Kerschensteiner Schule fand statt.

 
Das Motto der diesjährigen Modenschau hieß Zeitgeist. Eine Reise durch die Zeit ließ mich abtauchen in meinen eigenen Aufbruch in die Welt der Erwachsenen. In Gedanken war ich das junge Mädchen mit kurzem Minikleid in Zeltform was damals sehr angesagt war. Die Aufbruchszeiten in der Modewelt habe ich zum größten Teil miterlebt.

Rock ’n‘ Roll war gerade am Abklingen und Twiggy kam. Das war die Stilikone der 60er und prägte das damalige Frauenbild. Was über Sie geschrieben wurde, dazu einen Artikel aus der VOGUE http://www.vogue.de/fashion-shows/models/twiggy-stilikone

 

Zeitgleich machte noch eine andere Mode auf sich aufmerksam. Courage Bilder dazu findet ihr hier courage+mode+1960+Vogue .

 

Dann gab es Pop Sänger und Sängerinnen, die mir noch gut in Erinnerung sind. In England die Pop Sängerin Sandy Show sie trat meistens barfuß auf. Salvatore Adamo war auch so ein Star, den wir Mädchen damals anhimmelten. Ich weiß es noch ganz genau, wir hatten in meinem Lehrbetrieb eine neue Meisterin bekommen und sie schwärmte von Adamo. Cliff Rirchard der Sonnyboy meiner Jugendjahre, was war der schön. Ich könnte noch unendlich weiter schwärmen, wollte aber über die Modenschau berichten.

 

Der nächste Durchgang war Flower-Power. Ja auch diese Mode ging an uns Teenys nicht vorbei. Flower-Power das Schlagwort der Hippiekultur. Wir nähten uns Schlaghosen und häkelten uns ganze Kleider. Insgesamt war dies eine ereignisreiche Zeit nicht nur in der Mode, sondern im ganzen Weltgeschehen. http://www.20jahrhundert.de/flower-power.html

 

Die Reise ging weiter zu den Seventies jetzt kommt für mich eine Zeit vom Abschied der Jugend hineinkatapultiert in die Welt der Erwachsenen, die ich etwas traumwandlerisch durchlebt habe. Ich musste in dieser Zeit so viel bewältigen, dass ich oft gar nicht richtig im hier und jetzt lebte. Heute bedaure ich dies manchmal, denn oft stellt man in solchen Phasen die falschen Weichen für die Zukunft. Na ja und heute bin ich Old school so wie der drittletzte Durchgang hieß.

 

Willkommen in Zwanzigachtzehn war mit „Heute ist schon gestern“

  Marco Michalzik   

So war der vorletzte Durchgang im Untersatz bezeichnet.

Wie wahr.

Bis bald EdithF

Einkommen und Auskommen

Heute nehme ich mir mal wieder unseren Bereich der Berufstätigkeit vor. Das Einkommen, manchmal könnte man aus der Haut fahren beim Blick in den Topf am Monatsende.
Wir blicken in gähnende Leere und fragen uns, von was soll ich in den nächsten Wochen leben.


Nun ich habe etwas ganz wunderbares in der letzten Woche gelernt auf einem gigantischen Motivations-Seminar. 4 Tage vollgepackt mit Übungen und Lerntipps wie Du Deine Ziele erreichen kannst. Wunderbar waren die Gespräche mit anderen Teilnehmern in den Pausen.
Ich habe viel gelernt über die Lebenseinstellung, Strategien, Visionen, Ziele und vieles mehr. Wie man seine Emotionen und Gefühle in den Griff bekommt und seine Angst besiegt.


Dies erzähle ich Dir alles, weil letztendlich Dein Einkommen und Auskommen hier in diesem Bereich seine Wurzeln hat. Auch ich habe dies über viele Jahre nicht bewusst in mich aufgenommen. Einige gravierende Fehler sind dabei entstanden in der Vergangenheit, es gibt jedoch nichts, was man nicht wieder in auf Linie bringen kann.

Du bist Einsteiger in die Selbstständigkeit mit Deinem Kleinunternehmen und möchtest Dir die Erfahrung aus einer gelebten Selbstständigkeit holen?
Aus meinem reichhaltigen Schatz meiner Lebenserfahrungen berichte ich Dir, welche Hürden es auf dem Weg gibt und was die Glücksmomente sind. Auch mein Leben musste wie schon erwähnt viele Tiefschläge ertragen. Ob dies privat oder beruflich war, eins hängt mit dem anderen zusammen, die Waagschalen sollten immer gleichmäßig gefüllt sein. Denn bricht die eine Seite zusammen, wird automatisch die Gegenseite kraftlos. Ich bin nun über 45 Jahre selbstständig und habe auf dem langen Weg durch dieses Arbeitsleben schon sehr viel erlebt. Möchtest Du mehr darüber erfahren, dann schreibe mir.

Frauenkleider

So nennt sich eine Gruppe bei Facebook. Hier stellt sich die Frage, was sind Frauenkleider. Sind es Kleider für, dicke, dünne, alte, junge Frauen. Ist dabei alles gemeint, von Hemdchen Slip und BH bis zur Outdoorjacke. Wahrscheinlich schon.

Meine eigene Kleidung würde ich nun absolut in die Kategorie Frauenkleidung einordnen. Sie ist mal sportlich mal elegant je nach Anlass und hat einen Hang zur Bequemlichkeit, die sich mit dem richtigen Schnitt verwirklichen lässt.

Nächste Woche steht bei mir ein Seminar auf dem Plan und dazu habe ich mal eine Kleiderschrank-Inspektion vorgenommen.
Manchmal lohnt sich das, bevor man sich auf ein neues Model stürzt. Denn was ist die Frage bei uns Frauen, was ziehe ich an. Es soll bequem sein und nicht viel Platz im Koffer einnehmen, denn ich habe mich für die Fahrt mit der Bahn entschieden. Doch ein klein wenig soll sich meine Kleidung doch von der Masse abheben.

Ich habe bei der oben genannten Inspektion ein Kleid gefunden, welches ich erst einmal zerlegt habe. Warum, weil mir der Schnitt nicht mehr gefiel. Das Kleid hatte im Vorderteil eine Faltenpartie, die bei meiner aus dem „Ruder“ gelaufenen Taille nicht mehr schick war. Jetzt habe ich daraus einen Hänger gestaltet, der mit den passenden Accessoires, Kette, Strümpfe, Schuhe wieder zu mir passt.
Dann gab es noch einen Rock, der hatte ein Futter, das ständig beim sitzen hervor blitzte. Zuerst dachte ich, dass es auch ohne Futterrock gehen würde, aber das gewurschtel an den Beinen kann ich nicht ab. Also auch dieses Objekt überarbeitet, es bekam einen neuen Futterrock. Jetzt ist meine Garderobe ziemlich vollständig und ich sehe der nächsten Woche gelassen entgegen. Fast hätte ich mein gutes Stück vergessen, ganz neu entstand eine Jeanshose, die genau da passt und sitzt, wo sie sitzen soll.


Möchtest Du mehr zu den Schnitten erfahren, dann melde Dich kurz bei mir.

Flaute im Atelier

Kennst Du das, Weihnachten und Silvester sind vorüber und Dein Stimmungsbarometer hängt tief im Keller. Vor allem, wenn Du die Aufträge ansiehst, bekommst Du schon so ein leichtes flaues Gefühl im Magen. Wenn alles abgearbeitet ist, hat die Kasse immer noch Ebbe, doch die Betriebskosten sollen am Monatsende bezahlt werden.

Diese Schauergeschichte habe ich ganz bewusst für den Anfang eines neuen Jahres gewählt, denn ich würde mich doch sehr wundern, wenn es heutzutage anders läuft.
Zu meiner Zeit galt folgende Faustregel: Januar ist Flaute im Betrieb, weil Weihnachten und anschließender Silvester die Kasse der Kunden ganz schön geschröpft hat. Es ist immer noch Winter und Frühlingsgefühle wollen sich noch nicht einstellen. Dazu kommen die ganzen Abgaben, die am Jahresanfang (auch privat) getätigt werden müssen und es bleibt kein Geld mehr übrig, um sich geheime Kleider-Wünsche zu erfüllen.

Was kannst Du dagegen tun, um diese Löcher im Vorfeld auszufüllen.
Vielleicht bist Du in der glücklichen Lage für Konfektionsfirmen zu arbeiten oder hast schon im Herbst einen guten Auftrag bekommen, den Du nun abarbeiten kannst. Das wäre natürlich das Beste was Dir passieren kann.
Wenn dies jedoch alles nicht zutrifft und Du ganz verzweifelt nach Kunden Ausschau hältst, dann verrate ich Dir hiermit ein Geheimnis, auch ich war jahrelang von der Flaute am Jahresanfang betroffen und im Karussell der Kundensuchmaschine gefangen. Das zog sich einige Jahre so hin, bis ich eines Tages Kontakt zu meiner ersten Konfektionsfirma bekam. Von diesem Zeitpunkt an konnte ich 3 x im Jahr mit festen Einnahmen rechnen, die mir dann geholfen haben meine Lücken wieder aufzufüllen. Nach und nach kamen dann noch Aufträge von Kunden, Theatern und Musical dazu und mein Atelier war gut ausgelastet.

Dies ist jedoch nur die Kurzfassung von dem, was Dich erwartet, wenn Du am Anfang der Selbstständigkeit stehst. Alles braucht seine Zeit, bis ein Rädchen ins andere greift.

Mit diesem Beitrag möchte ich Dir Mut machen, auch andere Dinge in Deine neue kreative Freiheit einzubinden. Das sind zum Beispiel Fortbildungen in Arbeitstechniken oder im betriebswirtschaftlichem Bereich. Dabei erlernst Du Arbeitstechniken die Du noch nicht beherrscht oder Deinen Betrieb gut zu managen, Arbeitsabläufe zu organisieren und vieles mehr.

Bis bald

EdithF

Erholt zurück

Das war sehr notwendig nach dem anstrengenden Frühjahr und Sommer. Für einige Zeit weg von den vielen Aufgaben, die es täglich zu erledigen galt.

Nach den letzten anstrengenden Wochen, war mein Akku leer und ich brauchte eine kleine Anlaufzeit, um wieder in Schwung zu kommen. So habe ich mir für heute vorgenommen, die neuesten Beiträge von Shailia Stephens anzusehen und bin beim diesem Video gelandet, welches Sie mit Jesta Phoenix gemacht hat, es lautet “Slow Business“. Für mich ein sehr interessantes Video, denn ich konnte sehr viele Dinge, die besprochen wurden nachvollziehen.

Wir haben ja alle eine Erwartungshaltung an uns, die wir möglichst erfüllen möchten. Sonst sind wir in unserer inneren Meinung, die wir von uns haben nichts wert. Doch das Leben ist manchmal nicht damit einverstanden und wirft uns hin und wieder kleine oder größere Brocken vor die Füße, die wir dann wegzuräumen haben.

Auch ich war nicht verschont davon, wichtig ist nur dabei, danach wieder aufzustehen.

Was sagt uns nun das “Slow Business“? Jeder muss seinen Weg finden, der für ihn passt. Viele verlieren sich dabei in einem Arbeitswulst, den es täglich zu erledigen gibt, dass ihnen keine Zeit mehr bleibt, um schöpferisch tätig zu sein und sind daher ausgebrannt und frustriert. Warum das so ist, ich denke, dass dabei oft der Arbeitsaufwand und der Ertrag nicht in Einklang stehen.

Nicht dass ihr denkt, ich hätte diese Weisheit erfunden, nein auch ich habe mich jahrelang in diesem Hamsterrad bewegt. Und dann kam der große Sturz, der mich fast aufgefressen hat. Doch dies ist eine andere Geschichte.

Wenn Du davon träumst, Deine eigene Selbstständigkeit mit einem Kleingewerbe aufzubauen, dann tue es. Geh Deinen Weg gelassen an, vor allem wenn Du noch Familie hast. Glaube mir, es kommt nicht darauf an, schneller, reicher, besser werden zu wollen, sondern darauf, dass Du glücklich und zufrieden mit dem was Du tust bist. Wenn Du gut bist und Dein Handwerk beherrscht, wird sich der Erfolg auch einstellen.

Hab Geduld, es wird sich lohnen.

Kennst Du schon meine Ratgeber aus der Praxis eines Kleinunternehmers, ich habe sie bei XinXii eingestellt. Ein Exposé dazu gibt es gratis zum Download auf der Seite für Dich.