Wo ist die Zeit geblieben

In meinem letzten Beitrag habe ich schon von der Ordensschwester erzählt nun noch einen kleinen Einblick in die damalige Zeit.
Als Kind lebte ich neben einem Kindergarten, wo die Kinder noch von der oben erwähnten Ordensschwester betreut wurden. Besagte Schwester Frieda fand sich jeden Samstag bei uns mit ihrem Strickzeug ein. Nicht, dass sie eingeladen war, nein sie kam einfach und verbrachte bei uns ihren Samstagabend. Diese Geschichte ist mir eingefallen als ich über die heutigen Zeiten nachgedacht habe. Wie viel Menschen gibt es, die an Einsamkeit leiden von der Familie ist niemand mehr erreichbar viele sind verstorben die Kinder haben ihr eigenes Leben. Mancher wäre da sicher gern Schwester Frieda, die einfach zu den Nachbarn ging.

 

Ich bin heutzutage sehr froh, dass ich meinen kreativen Beruf habe Langeweile und Einsamkeit kenne ich nicht. War ich vor Wochen für unseren Nachwuchs im Schneiderhandwerk als Prüfungsaufsicht bei der diesjährigen Gesellenprüfung unterwegs, und habe in den Tagen zwischen meinen Einsätzen meinen Kleiderbestand etwas aufgefüllt, so freue ich mich jetzt wieder über etwas mehr Freizeit.

 

Das alles bringt mich wieder einmal zu meinen Erfahrungen zurück, wie ich in der heißen Phase meiner Selbstständigkeit alles geschafft habe. Da mir einiges an Wissen in Bezug auf Marketing und Management fehlte belegte ich etliche Seminare dazu. Unter anderem stand damals auch Zeitmanagement auf dem Plan. Was bei uns noch einigermaßen gut zu regeln war ist in der heutigen Zeit nicht mehr ganz so einfach. Durch die immer währende Erreichbarkeit befinden sich sicher sehr viele Selbstständige im Hamsterrad der Zeit gefangen. Wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist, so sind die meisten Telefonanrufe oder WhatsApp nicht so dringend, dass sie jederzeit beantwortet werden müssen.

Es sollte unterschieden werden zwischen beruflichen und privaten Wichtigkeiten. Daher ist nach wie vor mein Rat dazu ein gutes Zeitmanagement. So wie ich es einst gelernt habe ist es zwar schon etwas veraltet doch die grundsätzlichen Dinge haben sich bis heute nicht geändert.


Was in großen Firmen selbstverständlich ist, wird oft im Handwerk nicht angewandt. Natürlich gibt es bei uns Arbeiten, die oft nicht nach Plan ablaufen, doch das ist meistens nicht das Hauptproblem warum die Zeiteinteilung nicht klappt. Es sind die kleinen Nebensächlichkeiten, die den Tagesplan ins Wanken bringen. Jetzt in dieser Zeit wo Homeoffice auf der Tagesplanung steht, gilt es sich gut vorzubereiten, wann wie und wo was zu erledigen ist. Es ist nicht einfach das weiß ich aus langjähriger Erfahrung und wenn man nicht aufpasst, hält einen das tägliche Hamsterrad ganz schnell gefangen.

Ich kann nur aus meiner Berufserfahrung berichten, wo Arbeit Kinder Haushalt auf dem täglichen Zeitplan standen.
Heutzutage profitiere ich noch von diesem Zeitplan da er vieles erleichtert im alltäglichen Leben.
Ein gutes Zeitmanagement ist in jedem Alter angebracht denn sonst fließen die Tage nutzlos dahin.

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Arbeitsreiche Wochen

Bis alles erledigt ist Prüfungsaufsicht bei den zukünftigen Gesellen im Maßschneiderhandwerk, Arbeiten rund um Haus und Hof das dauert so seine Zeit.

Dabei fällt mir ein Spruch aus meinen Kindertagen ein der von einer älteren Ordensschwester kam, habe ihn aber leider nicht mehr vollständig im Kopf. 

 

Doch was er ausdrückte war, »wie der Arbeitsflut im Frühling und Frühsommer Herr werden«, viele Dinge mussten auf einmal geschehen. Es häufte sich einst die Arbeit, weil noch sehr viel für den täglichen Bedarf ohne Maschinen und von Hand erledigt werden musste. Neben der täglichen Arbeit war im Garten der „Tisch“ reich gedeckt mit Obst und Gemüse das eingekocht und haltbar gemacht wurde für den langen Winter.

Heute ist ja alles im Supermarkt zu erwerben, doch es gibt auch wieder Individualisten die sich gern ihr Obst und Gemüse im eigenen Garten anbauen möchten.

 

Diese Denkweise können wir doch in alle Bereiche unseres Lebens einbauen auch in den Umgang mit unserer Kleidung. Vor Wochen habe ich ja schon einen Artikel über fast-fashion geschrieben und möchte daher dieses Thema nochmal aufgreifen. Vielleicht muss sich unser Berufszweig  wieder mehr ins Gedächtnis der Verbrauche bringen, dass wir diejenigen sind die ihnen das individuelle Brautkleid den schicken Business-Anzug genau nach ihren Vorstellungen und Maßen herstellen können. Nicht zu vergessen dabei aus einem Stoff der Frau oder Mann in der wichtigen Konferenz nicht ins Schwitzen bringt, sondern sie ganz cool durch die hitzigen Stunden führt. Neue frische Ideen mit gut durchdachten Angeboten das würde vielen Ateliers sicher helfen.

In unserem Beruf ist es wie überall im Handwerk du musst bereit sein dafür zu Arbeiten, und zwar die meiste Zeit davon mit den Händen. Sicher spielt auch die digitale Welt bei uns heutzutage eine Rolle. Wenn du genügend Kapital hast, kannst du dir ein Programm zum Schnitte erstellen zulegen und Maschinen kaufen die viele Arbeitsgänge erledigen. Sollte aber dies alles am Anfang nicht möglich sein geht es auch einfacher. Hol dir doch meine Praline oder Blockschokolade dann kannst du dir deinen Weg nach deinen Möglichkeiten aufbauen. Den ganzen Aufbau habe ich schon erlebt und berichte dir nicht nur aus angelesener Theorie, sondern aus einer gelebten Praxis heraus. Egal ob dies schon einige Jahre her ist, der Aufbau geschieht nicht ohne deinen ganzen Einsatz. Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen gibt es viele. Also, wenn du gern dein eigener Chef sein möchtest dann fang an.

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Ist unser Handwerk noch attraktiv?

Diese Frage beschäftigte uns schon vor 25 Jahren. Ich möchte jetzt nicht den alten Zeiten nachhängen, sondern ganz allgemein die Frage stellen, wo stehen wir mit unserem Handwerk des Maßschneiders.

Einige Wochen habe ich mich nun etwas in den Beiträgen von Kollegen bei Facebook und Instagram eingelesen und konnte den Stolz und die Zufriedenheit herauslesen die unsere Leistung darlegt. Es ist nicht nur das Herstellen eines Kleidungsstückes, sondern es umfasst den ganzen Ablauf vom ersten zusammentreffen mit dem Kunden/in bis zum fertigen Stück. Das ist es doch letztendlich, was uns auszeichnet, wir sind in der Lage ein Teil zu kreieren von der Zeichnung bis zum fertigen Teil.

Sicher es hat sich auch bei uns viel verändert wir können nicht mehr alles so arbeiten wie es das Handwerk vorsieht doch wir haben die Wahl neues mit altem zu verbinden. Heute haben wir einfach eine andere Zeit die alten Kunden welche die handwerkliche Verarbeitung noch wertschätzten und vor allem auch bezahlten gibt es bald nicht mehr. Was also tun, wenn man am Markt bestehen will?
Dies ist die Frage, die sich uns Maßschneider stellt eine Antwort darauf zu finden ist nicht ganz einfach denn es sollte einiges überdacht werden, um dieses wundervolle Handwerk in die Zukunft zu führen.

 

Maßgeschneidert

Heute bin ich etwas nachdenklich und lasse meine nun fast 50zig Jahre Selbstständigkeit Revue passieren. Viele Teile habe ich in dieser langen Zeit schon hergestellt, ob dies ausgefallene Kleider aus Seidentüchern waren, die durch ein raffiniertes Design eine einzigartige Wirkung bekamen oder Kostüme und Mäntel aus ausgesuchten edlen Stoffen.

Das ist nur ein kleiner Teil meiner vielfältigen Aufgaben die ich im Lauf der Jahre zu bewältigen hatte.


Mein Atelier befand sich über viele Jahre in einem kleinen Dorf, wo am Anfang meiner Selbstständigkeit vereinzelt Frauen aus dem Dorf oder den umliegenden Gemeinden zu mir kamen, die sich aber nicht so gern zeigen wollten, weil ich ja als viel zu teuer meinen Ruf weghatte. Sich ein maßgeschneidertes Teil zu leisten, wollte man daher nicht offen zeigen denn es waren ja oft nach außen hin einfache Dorfbewohner.

Sicher wir Maßschneider haben nicht die berühmten Namen der Modeschöpfer wie Chanel, Dior, Armani, Gaultier usw. die Liste lässt sich noch weiter fortführen. Was wir aber haben ist unser Können, das aus einem Stück Papier mit einer Zeichnung darauf ein Kleidungsstück entstehen lässt, welches dann auch noch nach den Maßen der Kundin vom ersten Strich für den Schnitt am Ende ein fertiges Teil entstehen lässt. Unseren Beruf üben wir nicht als Hobby aus, sondern wir wenden die Grundlagen der Maßschneiderei an.
Es ist nie einfach sich in eine Selbstständigkeit zu begeben und auf ein sicheres Einkommen zu verzichten und dadurch nicht Sozial abgesichert zu sein. Manchmal wird es dabei am Ende des Monats sehr eng doch mit Durchhaltevermögen und positiver Einstellung nimmt man so manche Hürde. Schau dir doch mal mein Schneideratelier an ich habe es für dich hinterlegt. Sicher heute ist vieles etwas komplizierter doch ich denke im Grunde, wenn man einige Grundregeln für den Start befolgt kann einem auch die heutige Bürokratie nicht viel anhaben. Für den Start in die Selbstständigkeit habe ich mein E-Book Praline oder Blockschokolade geschrieben es hilft dir bei deiner Entscheidung ein selbstständiges freies unabhängiges Leben zu führen.

Möchtest du mehr über die Selbstständigkeit mit einem Maßatelier wissen dann habe ich hier mein E-Book mein Schneideratelier für dich hinterlegt? Trage deinen Namen und deine Mailadresse ein und du kannst sofort mit dem Lesen beginnen.


 

Frühlingserwachen

Es sind in diesem Jahr etwas andere Frühlingstage wie, die die wir schon etliche Jahre gewohnt sind. Fast könnte man meinen auch das Wetter hätte sich der allgemeinen Lage und Stimmung angepasst. Im April wo wir sonst schon üppig Sonne tanken konnten und der Frühling gleich in den Sommer überging, davon war in diesem Jahr wenig zu merken.


Schlimm finde ich das nicht weiter kommen doch wieder einmal die Jacken zum Einsatz, die sich im Lauf der letzten Jahre angesammelt haben. Natürlich will man ab und zu auch ein neues Kleidungsstück im Kleiderschrank haben. Mein Bestand wurde mit ein paar Basics aufgefüllt. Nach dem Motto es muss nicht immer Haute Couture sein, nähe ich zum größten Teil Kleidung die getragen wird. Auch meine Kunden legten großen Wert auf Kleidung aus guten Materialien das wichtigste aber war, dass die Maßgefertigten Stücke Alltagstauglich waren. Was nützt das wunderbarste Seidenkleid, wenn es nicht in die Situation passt, in der sich die Trägerin befindet! Daher habe ich nun zu einem Baumwollstoff gegriffen und für eine Hose einen Jeansstoff gewählt, diese beiden Kleidungsstücke begleiten mich nun bei meinen Einkäufen und beim Aufenthalt bei meinen Enkeln.


 

 

 

 

 

 

Da ich ja alle Teile für meinen täglichen Gebrauch selbst anfertige, weil ich wie schon öfter erwähnt ein absoluter Einkaufsmuffel bin, dauert es oft ein wenig länger bis ich ein neues Teil hergestellt habe. Es gibt mir nichts mich durch die fertigen Klamotten zu wühlen anprobieren ausziehen anziehen und das zigmal hintereinander um dann doch nicht das richtige zu finden.

Klar, wenn man Selbsthersteller ist, bleibt einem auch das Probieren nicht erspart doch das kann ich so zwischendurch erledigen. Ich finde es trotz meines fortgeschrittenen Alters immer noch aufregend, wenn ich ein Kleidungsstück entwerfe und es dann optimal an meine Figur anpasse so kann ich die kleinen Pölsterchen leicht verschwinden lassen. Was noch ein großer Vorteil dabei ist, wenn ich mir dazu ein Material aussuchen kann, das nicht aus purer Synthetik besteht.

Für die Hosenanfertigung stelle ich gerade einen Workshop zusammen, eine kurze  Hosen Information kannst du dir hier herunterladen.



 

Lust auf Frühling

Die letzten Tage hat zwar der Winter nochmal gezeigt was er zu bieten hat, doch mit Sicherheit wird der Frühling wieder ins Land ziehen mit wundervollem Sonnenschein und milden Temperaturen. Die Lust auf etwas Neues schleicht sich wieder in den bisherigen Kleiderbestand ein, da ist es doch wunderbar, wenn aus dem vorhandenem Stofflager noch etwas Brauchbares heraus kommt. 

An meiner Einstellung wie ich frischen Wind in meinen Kleiderschrank bringe, hat sich bis heute noch nichts geändert ich stelle jedes Teil selbst her. Dies geht los bei den Seidenunterhemdchen, Blusen, Shirt, Hosen, Jacken und auch Mäntel. Natürlich gibt es heutzutage alles zu kaufen, doch ich selbst bezeichne mich immer als „Einkaufsmuffel“ weil ich einfach keine Lust habe Laden für Laden abzuklappern (was momentan ja sowieso nicht geht), jedes Mal in die Umzugskabine zu verschwinden ausziehen anziehen ausziehen dazu habe ich keine Lust.

Ich entwerfe meine Kleidung selbst suche nach einem passenden Schnitt aus meinem Vorrat, den ich eventuell abändern kann oder wenn dies nicht möglich ist, aus dem vorhandenen Grundschnitt erstelle ich mir dann den gewünschten Modellschnitt . Genauso bin ich nun an den Zuschnitt meiner neuen Frühlingsjacke herangegangen. Den Schnitt dazu habe ich schon etliche Male angewendet, das letzte Mal entstand dieser Blazer.

Aus dem Stofflager kamen 4 m Leinenstoff hervor, dieser liegt mit Sicherheit schon über ein Jahrzehnt und fand bisher keine Verwendung. Im letzten Jahr habe ich einen Musselin für eine Bluse erstanden, die noch nicht entstanden ist. Dieser gelbe Musselin passt genau zu dem zarten Streifen im Leinenstoff. Bin jetzt noch auf der Suche nach einem grauen Hosenstoff und das neue Outfit ist perfekt.


Den Werdegang der Jacke werde ich mit Wort und Bild zusammenstellen und nach der Fertigstellung bei Massschneider News einstellen.Wenn dich die Innenverarbeitung interessiert dann hole dir doch diesen kleinen Überblick wie ein Profi eine Jacke herstellt.


Modische Einblicke

Heute mal ein kleiner Blogbeitrag über längst vergangene Zeiten.

Wer schon lange im Beruf des Maßschneiders ist, kann so einiges erzählen. Letzte Woche kamen mir durch Zufall einige Bilder längst vergangener Modenschauen in die Hände. Nach dem Durchsehen stellte ich dann eine Bildercollage zusammen mit einigen ausgesuchten Teilen. Manchmal so musste ich feststellen sind die Schnitte nicht viel anders als heutzutage. Einige der Kleidungsstücke liefen bereits vor 25 oder 30 Jahren über den Laufsteg andere auf der zweiten Collage zu sehen erst vor 4 oder 6 Jahren.

 

 

 

 

 

Du möchtest mehr über die Selbstständigkeit mit einem Maßatelier erfahren, dann trage dich in meinen Newsletter ein und du bekommst als kleines Dankeschön mein Schneideratelier gratis ausgeliefert.

 

 

Maßgeschneidert

Am 6. März war Tag des Kleides. Viele meiner Kollegen haben ihre selbstentworfene und angefertigte Kleider bei Facebook eingestellt, mit dem Button


was soll denn der Unterschied sein, wenn du doch selbst dein Kleid herstellen kannst? Ja wie soll ich das erklären für einen Maßschneider fängt die Arbeit nicht mit dem Zuschnitt eines fertigen Schnittes der auf den ausgesuchten Stoff gelegt wird an, sondern schon ein paar Schritte davor.


Der Kunde/in kommt ins Atelier mit dem Wunsch sich ein neues Kleidungsstück anfertigen zu lassen. Manchmal wird ein Stoff mitgebracht doch in den meisten Fällen wird der Stoff im Atelier mit der Schneiderin zusammen ausgesucht, was für den Entwurf die bessere Variante ist. Wir Maßschneider beherrschen nicht nur den ganzen Aufbau vom Stoff zum Entwurf und Schnitt, sondern haben sehr oft auch einen Blick für die passende Farbe und den Stil. In Seminaren für verschiedene Anwendungen in der Verarbeitung konnten wir die Farb & Stil Beratung uns aneignen, was den Kunden/innen nun beim Aussuchen von Stoff und Entwurf zugutekommt. Der nächste Schritt ist dann nach Abnehmen der Maße einen Grundschnitt zu erstellen, um aus diesem dann den Modellschnitt zu entwickeln.

Wenn du bis hier hin aufmerksam mitgelesen hast sind dir die Unterschiede einer Näherin und einer ausgebildeten Schneiderin sicher schon aufgefallen. Du kannst dir vorstellen, dass in dieser Vorarbeit bis es endlich an den Zuschnitt geht, schon eine Menge Arbeit liegt und Zeit vergeht. Nähen das können viele jedoch schneidern von Grund auf das ist etwas anderes.

Was ist nun der Vorteil sich ein Kleidungsstück anfertigen zu lassen. Die Kleidung ist ein Einzelstück das passt, weil nach den Maßen jeder Kundin gefertigt, der Stoff ist passend zum Typ und dem Stil des Kleides ausgewählt, wenn möglich in dem Material welches die Kundin wünscht.


Bei mir sind es zum Beispiel Kunden die sich ein reinseidenes Futter in ihrer Kleidung wünschen und Kleidung aus Naturfaser bevorzugen. Ältere Damen habe ich schon mit Hosen und Jacken eingekleidet die kein Konfektionär in dieser Form herzustellen vermag.

Meine letzten Kleidungsstücke waren für eine Frau mit Down-Syndrom eine schwierige Aufgabe. Meine Kundin war etwa Mitte 50zig und im Körper einer kleinwüchsigen Frau und vom geistigen Stand im Alter eines Kindes das rosa Farben liebt. Hier die Schnitte zu erstellen war nicht einfach. Zwei sommerliche Kleider stelle ich hier mal ein, es sind Kleider die vom Alter her für eine Frau gearbeitet worden sie haben aber einen kindlichen Schnitt sowie die Lieblingsfarbe rosa.

 

 

 

 

 

 

 

 

Möchtest du etwas tiefer ins Reich der Schneiderei einsteigen dann fang mit dem  Nähen wie ein Profi  an; dieses Modul beginnt mit dem Einstieg ins erste Lehrjahr;

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Hosen Jacken Blusen

Alles, was so im Frühling angesagt ist, werde ich nun mal aus meinem Stofflager zusammenstellen. Vielleicht fehlt auch noch der eine oder andere Stoff für ein Kleidungsstück mal sehen.


Wie bei all meinen Kleidern bin ich im Vorfeld meinen Bestand durchgegangen hab das ein oder andere probiert, ob es noch zur Figur und was ich ebenfalls sehr wichtig finde, zur jetzigen Altersphase passt. Die meisten Stücke haben bei mir eine Haltbarkeit von ca. 10 Jahren das ist so der Zeitraum, indem sich Figürlich und vom optischen her bei Frauen, die das 60zigste Lebensjahr schon überschritten haben, sehr oft einiges verändert.

Als noch meine tägliche Arbeit aus der Anfertigung von Kleidungsstücken für Kunden bestand und diese meistens in der genannten Alterskategorie zu finden waren haben mir die Veränderungen des Körpers oft gezeigt, dass sich an der Grundfigur sich nicht viel ändert. Es muss lediglich an verschiedenen Stellen wie der Weite oder Länge etwas nachjustiert werden. Hosen sind ein gutes Beispiel dafür, aus einer Figur mit flachem Po wird nicht urplötzlich ein rundes Gesäß. Was im Lauf der Jahre dazu kommt, ist mehr Weite in der Taille und eventuell in der Hüfte. Das heißt, um es einmal ganz banal auszudrücken, die Taille gerät aus den Fugen. Diesen Wortlaut habe ich schon einmal auf Facebook verwendet und musste dann von einer 50zig Jährigen anhören, dass dies sozusagen Blödsinn sei.

Mal ganz ehrlich mit fünfzig dachte ich das auch, dass die Figur Veränderungen nur die anderen treffen würde aber mich doch nicht. Dabei hätte ich es wissen müssen, weil sich jahrelang diese Klientel von Kunden bei mir ankleiden ließ. Fettpölsterchen an den unterschiedlichsten Stellen waren gekonnt zu verstecken durch dementsprechende Schnittführung. Da gab es Kunden mit breitem Oberkörper schmalen Hüften und sehr dünnen Beinen wo die Taille sich verabschiedete oder kleine gedrungene mit ausladenden Hüften all diese Figuren passten nicht in die vorgegebenen Größen der Konfektion. Alle wollten aber schön aussehen in ihren Kleidern und ihre Schwachstellen sollten, gekonnt überspielt werden.

Es hat mir große Freude bereitet meinen Kundinnen das Gefühl zu geben, dass sie gut aussehen.

Eine kleine Anekdote vom Mann einer Kundin.

Sie waren zu einem Fest eingeladen und die Frau brauchte ein passendes Gewand. Wir entschlossen uns gemeinsam für einen schwarzen Woll-Georgette die Kundin war ein Wintertyp und schwarz passte sehr gut zu ihr. Es ist schon sehr lange her doch der Satz von ihr ist mir noch in Erinnerung geblieben als sie das nächste Mal zu mir kam sagte sie mir, dass ihr Mann gesagt hätte, sie sei die schönste gewesen auf dem Fest.

Nicht jede Figur verändert sich im Lauf der Jahre doch sollte dies der Fall sein so kannst du ganz einfach deinen vorhandenen Schnitt wieder mit ein paar Abänderungen in Form bringen.

 

Das war ein kleiner Streifzug durch meine Arbeit als Maßschneiderin. Ich denke gerade jetzt in dieser Zeit wo alles auf dem Prüfstand steht, könnte vielleicht auch ein umdenken in unserem Bereich stattfinden. Es gehen jährlich sehr viele Gesellen wie auch Meister von den Schulen ab und begraben ihren großen Traum von einem eigenen Atelier, weil die Gegebenheiten nicht passen. Es muss nicht immer gleich die große Nummer mit einem Designer Label sein vielleicht ist ein kleines erfolgreiches Atelier passender zur Lebenssituation. Sieh dir meinen Weg an, du kannst ihn als roten Faden nutzen.

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Fast Fashion

Meinen heutigen Beitrag wollte ich eigentlich der Anfertigung einer Hose widmen doch bei meinem „Rundgang“ durch die Facebookseiten bin ich auf einen Artikel gestoßen, der mich vom Inhalt her gezwungen hat, ihn zu lesen wohin mit 500 Mio Kleidungsstücken

Bild aus Trigema Magazin


Mit dieser Thematik befasse ich mich schon sehr lange und ich bin immer wieder entsetzt warum dieser Zwang sich ständig neue Klamotten zu kaufen nicht die Gehirnwindungen in Gang setzt, dass dies eine Ausbeutung der Rohstoffe ist und letztendlich ebenfalls etwas mit der Umwelt zu tun hat. Warum geht den Menschen bei Fast Fashion nicht die Umweltlampe an, dann wären die Berge von Altkleidern die entsorgt werden um einiges kleiner.

Ich möchte nicht die ganze Kette der Herstellung hier aufzählen doch eins ist sicher, es werden Unmengen an Wasser verbraucht mit Pestiziden wird nicht gespart und die Menschen werden ausgebeutet. Es wäre doch an der Zeit auch von dieser Seite aus einmal darüber nachzudenken, ob wir unser Verhalten in Bezug auf Kleidung ändern und nicht jedem neuesten Trend nachlaufen. Muss es denn sein, dass wir dazu beitragen, dass diverse Händler jede 2. Woche eine neue Kollektion anbieten? Was allein dadurch an Ressourcen verbraucht werden für Klamotten, die oft nicht mal getragen werden, sondern auf solchen Müllbergen landen wie der Bericht sie zeigt, das regt doch zum Nachdenken an.


In einem Blogbeitrag vom letzten Jahr habe über Slow Fashion  berichtet es wäre schön, wenn Corona etwas zum Nachdenken anregen würde bei den Herstellern der Fast Fashion und bei den Verbrauchern denn es hängt an beiden wie sich die Ausbeutung weiterentwickelt.