Blusen Galerie

 

Jetzt ist die letzte Bluse fertiggestellt und ich habe mal den 1 x plus 4 Schnitt im Bild festgehalten.
Es ist ein Blusen Schnitt für die reife Figur. An den Schultern schön schmal gehalten, sodass noch gr. 40/42 zum tragen kommt und durch die Saum Verarbeitung, entweder durch einen Sattel (1. Bluse oben) welcher auf den Hüften aufsitzt oder durch einen Gummizug  (blaue und weiße Bluse) welcher wunderbar die Weite um die Hüfte wieder zusammen hält. Dadurch entsteht optisch eine schmale Linie die kleine Pölsterchen geschickt überdeckt.

Nun kommen als nächstes die Hosen dran

Handwerk trifft Konfektion

Für den 09. Juli 2019 hatte sich die Maßschneider-Innung ausgedacht, dass ich über das Einfüttern einer Jacke referieren soll. Ohne viel nachzudenken, sagte ich zu den Kollegen dies zu zeigen. Dass ich mir dadurch eine Menge Arbeit aufgehalst habe, war mir am Anfang nicht bewusst. Es fing damit an, dass ich eine ganz neue Jacke herstellen musste, weil ja nichts Halbfertiges mehr vorhanden war. Nachdem ich meinen schon etwas in die Jahre gekommenen Jackenschnitt nachgemessen haben musste ich feststellen, er passt nicht mehr. Also musste geändert werden, nach dem Zuschnitt kam die Anprobe und auch hier fiel noch einiges an Änderungen an. Es dauerte seine Zeit, bis die Jacke passte.
Schon bei der Beschreibung für diese kleine Vorführung wie ich dies handhabe, wurde mir klar, dass der Text eigentlich anders lauten muss. Das Einfüttern der Jacke war im Grund nur die letzte Arbeitsgang nach der Verarbeitung und diese sollte im Prinzip der Leitfaden zu dem Endprodukt sein. Das kleine Seminar sollte heißen

             Handwerk trifft Konfektion!


Denn die handwerkliche Arbeit habe ich mit der Verarbeitung von konfektionierten Teilen vereinbart und als letzter Arbeitsgang kommt, dann die Einfütterung in das ich es nenne, „das konfektionierte Handwerksteil“. 

Welcher Arbeitsgang vom Schnitt über den Zuschnitt, der Anprobe und eventuellen Abänderungen bis zur Fertigstellung gemacht wurden, das könnt Ihr demnächst erfahren unter: Wie fertige ich einen Blazer an.





Hitze frei

So sieht mein Enkel den Sommer

 

In der letzten Juni Woche fühlte man sich wie in Afrika.Solche Hitze Temperaturen bis fast 40 °C gab es, soweit ich mich erinnern kann in früheren Jahren nicht. Da war es zwar auch schon heiß und kein Luftzug ging durch die Werkstatt, aber man konnte immer noch einigermaßen Arbeiten. Doch letzte Woche musste ich spätestens um 14:00 meinen Arbeitsplatz unter dem Dach verlassen, denn da schlug die Hitzewelle zu.


Viel hatte ich mir vorgenommen für diese ersten Sommertage, ich wollte meinen Kleidervorrat etwas aufstocken. Wie ich schon das letzte Mal erzählt habe lag schon alles bereit und musste nur noch zugeschnitten und genäht werden. Daraus wurde dann leider nicht viel, denn die ersten beiden Tage verbrachte ich mit Enkel hüten, was ich jede Woche tue und es mussten jede Menge Kirschen verarbeitet werden. Ja diese Haushaltsdinge müssen manchmal sein auch, wenn sie uns gerade nicht in den Gram passen.


Heute ist nun ein wunderbarer Sommertag luftig und schön der geradezu einlädt mich wieder meinen Sommerkleidern zu widmen. Zugeschnitten habe ich nach langem überlegen welchen Schnitt ich nehmen soll für die Bluse, eine Bluse ein Basic Top aus schwarzem Shirt Stoff und zwei 7/8 Sommerhosen. Ich habe ja schon öfter darüber berichtet, dass ich vor dem endgültigen zusammennähen jedes Teil anprobiere. Denn manchmal ist der Stoff nicht gleich wie beim letzten Teil oder die Form für die Vorgänger Bluse passt nicht zu dieser Bluse, um es einfach zu sagen, ich bin in der Hinsicht etwas pingelig. Aber so ist es eben, wenn man aus der Maßschneiderei kommt.


Für meine Bluse wählte ich einen Raglanschnitt den ich nun schon bei der vierten Bluse anwende.
Bei der ersten Bluse habe ich auf die Hüfte aufsitzend einen breiten Formbund angebracht, die zweite bekam am Vorderteil eine Faltenpartie, die dritte hat eine Knopfleiste im Vorderteil und mein neuestes Stück wird am Ausschnitt eingerüscht und mit einem schmalen Formstreifen am Ausschnitt und unten mit einem Formbund versehen. Wie man sieht kann ein Grundschnitt sich etliche Male verändern ohne, dass jedes Teil gleich aussieht.

Du möchtest Dir auch so eine luftig leichte Raglan Bluse nähen, dann melde Dich bei mir. Momentan gibt es den Schnitt in Gr. 40/42 bis 42/44 schön weit geschnitten in Taille und Hüfte, diese Weite wird dann durch Formbund oder Gummiband am Saum wieder zusammen gehalten.

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Hochzeit in Sicht

Momentan schwelge ich in Brautroben nicht für mich, das wäre dann doch etwas zu tief in die Traumkiste gegriffen. Nein, meine Maßschneider Künste wurden angefragt, ob ich mir eine Anfertigung von diesem Brautkleid (siehe Bild) vorstellen kann.

Ein Traum von Stoff und Model schaute mir entgegen, als ich das Bild sah.
Mal sehen, ob ich diesen Traum oder vielleicht ein anderes Model verwirklichen darf.


Es ist wunderbar für unser Handwerk, wenn wir solche Aufträge bekommen. Denn genau das können wir leisten, wenn wir eine gute Ausbildung genossen haben. Wir sind nicht nur dazu da kaputte Reißverschlüsse zu reparieren, obwohl diese Aufgabe auch gemacht werden muss, doch dafür gibt es den Änderungsschneider.
Es ist eine Herausforderung nach einem Bild ein Kleid herzustellen, wofür kein Schnitt besteht, geschweige denn eine Anleitung für die Verarbeitung vorliegt.


Im letzten Jahr hatte ich ja schon einmal solch eine Aufgabe zu bewältigen mit dem schwarzen Abendkleid, welches ich von einem Bild nachgeschneidert habe. Das Modell hatte schätzungsweise Größe 36/38 meine Kundin Größe 42.
Ich werde Dir auf jeden Fall von meiner Arbeit an dem Traumkleid berichten, vorausgesetzt natürlich, wenn ich den Zuschlag dafür bekomme.

Möchtest Du mehr über die Grundlagen der Maßschneiderei erfahren, dann schreibe mir eine Nachricht.





Ein Wochenende für die Handwerkskunst

Letztes Wochenende war es endlich soweit, unser alljährliches Betriebspraxis-Seminar fand statt. Es waren anstrengende und sehr lehrreiche Tage. Zuerst dachte ich, na ja ich gönne mir mal so eine kleine Auszeit im tollen Hotel Schwanen im Schwarzwald, dass ich jedoch solch einen Arbeitseinsatz leisten musste, hatte ich so nicht auf dem Schirm.
Wir alles gestandene Maßschneider konnten noch einiges lernen. Doubleface-Verarbeitung stand auf dem Programm. Mitgebracht hatte die Referentin traumhafte Mäntel und Jacken aus edlem Doublefacematerial wie Kaschmir, Wolle und sogar Leinen war dabei. Solche Teile sind tragbar über viele Jahre hinweg und nicht mit der Wegwerfmode von heute zu vergleichen.

Natürlich ist die Anschaffung eines edlen Kleidungsstückes nicht günstig, jedoch aufgrund von Material und Arbeitsaufwand ist der Preis gerechtfertig. Es kommen in der Anfertigung meistens 40 Stunden zusammen dann noch das Material verrechnet mit dem Stundenverrechnungssatz des Betriebs, ich überlasse es Dir die Rechnung aufzumachen.
Es ist für mich immer wieder ein Eintauchen in das Handwerk was wir beherrschen. Dabei wird sehr viel mit der Hand gearbeitet, das setzt schon mal voraus, dass dies richtig beherrscht wird.
In unserer Ausbildung die sich über drei Jahre erstreckt lernen wir dies von der Pike auf. Wir fangen an mit Durchschlagen das ist das Bezeichnen der Nähte auf das untere Teil, staffieren vom Futter auf das Kleidungsstück, Handsäume mit Saumstich nähen, rollieren eines Tuchs oder Kante eines Kleidungsstückes, Schneider Knopflöcher und viele andere Handarbeiten. Das sind so die ersten Aufgaben, die es zu erlernen gibt, bevor es an die Fertigung der Kleidungsstücke geht.

Beim Vernähen vom oben erwähnten Doubleface wurde der Staffierstich angewendet und dieser musste so gesetzt werden, dass er fast nicht zu sehen ist. Eine sehr diffizile Arbeit die „Schneiderkönnen“ voraussetzt.
Am Sonntag lernten wir noch das dreifarbige Schneider Knopfloch kennen auch eine sehr schöne Arbeit mit Besonderheitswert.Hier findet Ihr ein Bild von unserer Arbeit https://www.facebook.com/edith.fruhner

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Cardigan, Shirt und Rock

Habe eine Arbeitswoche mit nähen hinter mir. Ich wollte endlich fertig werden mit meinen angefangenen Teilen.
Der Cardigan aus Strickstoff hängt fertig auf der Stange und das neue Streifenshirt ebenfalls. Solche Shirts gibt es zwar momentan zuhauf zum Kaufen doch Ihr wisst ja, ich bin Schnitt technisch etwas verwöhnt. Das heißt, nicht mit einem ausgefallenen Schnitt, sondern eher in den Maßen. Ein gekauftes Shirt ist optimal für Figuren wo die Maße noch in das Schnittschema passen. Nun sobald sich die ersten Pölsterchen an Stellen zeigen, die Frau nicht so gern zeigt, wird es etwas schwieriger.
Da meine Maße OW und HW sich noch perfekt bei Gr. 42 einordnen, die Taille aber, hat dazu keine Lust mehr und läuft aus dem Ruder. Wenn ich ein neues Teil nähe, so bekommt dieses an den Stellen die Weite, die es braucht und alle anderen Maße ordnen sich wieder bei der Größe 42 ein.
Den Schnitt habe ich für Euch mal fotografiert und das Shirt ebenfalls.
Jetzt noch etwas arbeitsrechnisches für das Nähen von Streifen. Wenn diese an einer Naht aufeinander treffen, dann sieht es schöner aus wenn der Streifenverlauf stimmt. Dazu steckst Du Quernadeln bei den Streifen und nähst darüber. Dazu eine kleine Anmerkung von mir, aus meiner Zeit als Lehrmeisterin. Meine Lehrlinge nähten oft mit Karacho die Nähte entlang und dabei traf des Öfteren die Maschinennadel die Stecknadeln. Die Folge davon, stumpfe oder gar kaputte Nadeln. Hier ist etwas Gefühl beim Nähen angesagt, damit nicht am Ende die stumpfe Maschinennadel das Gewebe zerhackt. Ich nähe bis zur jeweiligen Stecknadel und wenn ich sehe, dass die Nadeln aufeinander treffen entweder ziehe ich sie heraus oder schiebe die Nähmaschinennadel vorsichtig über die Stecknadel.

Noch schnell zum Cardigan. Bei meinem letzten Blogartikel habe ich schon darauf hingewiesen, dass ich viel Handarbeit daran verwenden werde. Jetzt ist er fertig und hat rollierte Kanten, Hand-gesäumte Kappnähte. Beim Verschluss musste ich noch etwas nacharbeiten, weil ich die Bänder genau über meiner stärksten Stelle angebracht hatte (der Taille). Nun habe ich diese versetzt und das Vorderteil fällt optimal über meine Pölsterchen. Dazu das nächste Mal mehr.

Bis bald EdithF

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Schneiderkunst

Heute mal Haute Couture, habe ein tolles Video entdeckt und war ganz begeistert von den Schnitten der Outfits. Ich fühlte mich zurückversetzt in meine Anfangszeit in einem angesehenen Modesalon, wo ich solche Kreationen mit herstellen durfte. Was haben wir für wunderbare Abendkleider hergestellt mit perfekten Passformen in Oberteil und Rock. Meisten waren diese glanzvollen Stücke aus schwerem Duchesse Stoff, Chiffon oder Organza das Oberteil oft mit Spachtelspitze überzogen und mit Perlen bestickt. An solch einem Teil waren viele Arbeitsstunden zu leisten. Oft arbeiteten wir am Ende zu dritt oder viert daran.
Als ich heute das Video sah,

Du findest es hier  Maßgeschneiderte Kleiderträume

war ich begeistert wieder die Schneiderkunst zu sehen, so wie ich sie erlernt habe. Hast Du fragen zu Arbeitstechniken von einst die Du gern anwenden möchtest, vielleicht kann ich Dir weiterhelfen.

Dies hat mich dann angespornt wieder einmal in meinen verborgenen Hirnwindungen nach Handfertigkeiten zu kramen, ob es mir noch gelingt Schneiderkunst zu zaubern. Wer nun extravagante Abendkleider und ausgefallene Tageskleider erwartet den muss ich leider enttäuschen. Doch ich zeige Euch sehr gern wie ich meine Alltagsgarderobe herstelle. Denn auch ein gutsitzender Rock oder Hose, eine Jacke oder ein Kleid braucht viel an schneiderischem Können. Schon die Auswahl des passenden Materials ist wichtig, die dafür benötigten Einlagen, Fäden, Knöpfe und wenn ein Futterstoff benötigt wird auch dieser. Wenn das Gesamtpaket dann „geschnürt“ ist, kann mit der Arbeit begonnen werden.

Für mein neues Outfit für Herbst/Winter 2018 stehen Rock, Jacke, Shirts und Cardigan, je nach Zeit Bluse und Kleid auf dem Arbeitsplan. Die Stoffe dafür sind in der Farbpalette zusammengestellt, die meinen Typ entspricht.
Es gibt wie wir ja inzwischen von der Farb- & Stilkunde wissen, vier verschiedene Farbtypen. Das sind Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Ich zum Beispiel gehöre zu den Herbsttypen und habe daher immer in meiner Farbpalette mit Farben zu tun, die Sommer- und Wintertypen überhaupt nicht zusagen. Also wenn ich Euch dann meine fertigen Modelle vorstelle, seht einfach über die Farbauswahl hinweg, denn für meine Kleidung sollte ich die Farbe wählen, die meinem Typ entspricht.

Farb- & Stilkunde auch ein ganz wichtiger Bereich bei der Auswahl der Kleidung. Wer seine Farbpalette kennt, wird mit der Zeit die Anzahl der unerwünschten Kleidungsstücke die den Schrank verstopfen reduzieren. Warum das so ist, ganz einfach: Zusammengestellt für Herbst/Winter habe ich folgende Teile. Eine Jacke aus Walkloden, einen Rock passend in der Farbe zum Walkstoff, jedoch nicht in der gleichen Farbe, ein Shirt und ein leichter Cardigan. Da alle Teile farblich aus meiner Farbpalette stammen, können sie ohne weiteres mit den vorhandenen Kleidungsstücken kombiniert werden. Möchtest Du mehr über Farb- & Stilgeschichte wissen, dann schau öfters mal vorbei ich werde aus meinem Erfahrungsschatz berichten.

Nun zu meinen neuen Kleidern.

Der Rock ist fertig, in Arbeit ist der Cardigan, wofür ich einen ganz leichten Strickstoff ausgesucht habe. Da dieser Stoff sehr empfindlich ist und ich ihn nicht einfach mit der Overlock versäubern wollte, habe ich beschlossen die Nähte mit Kappnähten zu versehen und diese dann auf der linken Seite von Hand mit Staffierstich anzunähen. Diese Verarbeitung ist zwar etwas aufwendiger als die schnelle Overlocknaht, dafür sieht das Innenleben des Cardigan sauber aus. Das Bild zeigt die Naht von außen (oben) und innen.

Die Kanten versehe ich mit einem Rollsaum und wende dazu den Rollierstich an. Wie dieser geht das zeigt wunderbar diese Website https://www.burdastyle.de/naehtipp-rollsaum-naehen ich bevorzuge die Alternative Variante.

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Beinkleider

Im letzten Blogartikel habe ich Euch von den verschiedenen Hosenformen berichtet und von meinem Einstieg ins Reich der Beinkleider.
Das war und ist immer noch ein Thema, das viel Potenzial für einen Passform gerechten Schnitt bietet.

Letzte Woche traf ich mich mit einigen Kolleginnen und da kam ebenfalls der Hosenschnitt zur Sprache. Eine Kollegin hatte einen Schnitt nach Angaben in der Rundschau erstellt und die Hose in einem alten Stoff zur Anprobe vorgerichtet. Ich selbst hatte zufällig meine neue rosa Hose in zugeschnittenen Teilen dabei und so gingen wir daran die Schnittmuster miteinander zu vergleichen.
Im letzten Artikel konntet Ihr ja schon lesen, wie ich es halte mit den einzelnen Hosenschnitten. Dazu stelle ich nun eine Bilderserie zusammen, die den Nähfortschritt und die Verarbeitung einer Hose zeigt.
Soviel zur Hose meine Aufgabe war letzte Woche unseren Nachwuchs beim Abschluss seiner 3-jährigen Ausbildung beim Ablegen Ihres Gesellenstücks zu beaufsichtigen, auf diese Abwechslung von der Nähmaschine und sonstigen Aufgaben freue ich mich jedes Jahr. Leider musste ich nach 2 Tagen abbrechen und verbrachte die Zeit damit, meine Gesundheit wieder auf Vordermann zu bringen. Daher heute nur ein ganz kurzer Bericht meines Tuns.

Bis bald

EdithF

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Die Hose

Heute öffne ich ein klein wenig mein Schatzkästchen, wo die Nähtechniken die uns als Grundkenntnisse gelehrt wurden aufbewahrt sind.

Zugelegt habe ich mir einen rosafarbenen Hosenstoff aus Baumwolle mit einem geringen Stretchanteil.

Hosen, das waren zu Zeiten als ich das nähen erlernte noch keine Kleidungsstücke die gängig waren. Doch im Lauf der Jahre zogen es die Frauen vor, zu jeder Gelegenheit eine Hose zu tragen. Ja und nun stand ich da mit meinem Unwissen über die Herstellung einer Hose. Das ging schon mit dem Schnitt los und endete in der Verarbeitung. Ich musste feststellen, dass nicht jeder Schnitt passend für jede Figur ist, denn jeder ist anders „gebaut“.

Da gibt es die unterschiedlichsten Formen, hier zeige ich Dir ein paar davon

Du findest es vielleicht lustig, wenn ich Dir die verschiedenen Figuren hier präsentiere, doch genau da liegt der Knackpunkt für eine gut sitzende Hose. Und dies muss schon im Hosenschnitt berücksichtigt werden. Denn hat man einen flachen Po und der Schnitt ist eher für einen Apfel- oder Birnen-Po ausgelegt, so werden sich am hinteren Hosenteil diese hässlichen Falten bilden, die wir nicht so gern dort haben wollen.
Was tun, am Schnitt die Veränderungen tätigen, damit später beim Zuschnitt nicht an Stellen wo das Schnittteil zu liegen kommt der Stoff fehlt.
Da ein passender Hosenschnitt für manche Figuren ein größeres Problem ist, verfahre ich nach meiner Art und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht, ich habe mir mein eigenes System für Hosenschnitte erarbeitet.
Zuerst brauche ich natürlich auch einen Grundschnitt, den ich nun je nach Figur und Mode ab forme.

Ich stelle einen Nesselschnitt her aus meinem Grundschnitt. Es ist zwar etwas aufwendig doch es lohnt sich, denn hier kann dann an den Stellen die Weite abgesteckt oder zugegeben werden. Ja, selbst wenn es über die Schenkel oder einer anderen Stelle spannen sollte, kann im Nessel eingeschnitten werden, die Weite aufdrehen, mit etwas Stoff unterlegen und feststecken. Oder wenn die vordere Hose zu weit ist, kann an der Stelle abgesteckt werden, wo die Weite übrig ist, z.B. an der vorderen Mitte im Bereich wo der Bogen anfängt. Soviel zu meinem Hosenaufbau, den ich entwickelt habe, um komplizierte Figuren zu Ihrem geliebten Kleidungsstück einer passenden Hose zu verhelfen.
Was mache ich nun mit diesem abgesteckten Schnitt:
Ich bezeichne ihn an den abgesteckten Stellen, lege die übrige Weite als Falte zusammen, schneide die Seitennähte an der Linie, die ich angezeichnet habe auf und auch die Innen- und Gesäßnaht der Probehose und so erhalte ich eine sehr passgenaue neue Hosenvorlage, die ich nun nur noch auf dem Schnitt etwas ausformen muss.

 

Sollte die ganze Schnittaufstellung jedoch für Dich zu mühselig sein, so kannst Du auch einen fertigen Hosenschnitt in Deiner Größe nehmen und genauso vorgehen wie ich es mit dem erstellten Grundschnitt tue.

Meine Anleitung zum Hosengrundschnitt findest Du hier Meine Bücher

Bis bald EdithF

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Geheimes Innenleben

Das Innenleben der Blusen und Kleider birgt oft kleine Geheimnisse. Man sieht sie nicht, man spürt sie nicht, doch sind sie praktische kleine Helfer. Vor allem bei großen Ausschnitten kommen die kleinen Helferchen zum Einsatz.

Die Frage, welche das kleine Geheimnis offenbaren soll heißt, wie hält mein Ausschnitt so auf den Schultern, ohne dass ständig ein Träger zum Vorschein kommt. Dieses Problemchen gehört wahrscheinlich in die Abteilung ältere Spezies. Bei jungen Menschen darf der Ausschnitt gern verrutschen, die Schulter freigeben, den Träger sichtbar werden lassen, das ist die heutige Moderichtung. Doch was machen wir älteren, denn wir mögen auch große Ausschnitte. Das Geheimnis heißt Achselspangen oder Trägerhalter. Diese sind ganz einfach herzustellen.

Du schneidest einen Schrägstreifen zu und nähst ihn so ab, dass er eine Endbreite von etwa 0,07 cm ergibt. Nach dem Umdrehen wird er glattgebügelt und jeweils am Ende mit dem Köpfchen eines Druckknopfes versehen. Das andere Ende wird an der Achsel an der Armausschnittseite angenäht. Durch Überklappen des Streifens siehst Du nun, wo die Position des Gegenstücks vom Druckknopf angenäht werden muss.
Nun brauchst Du nur noch nach dem Überziehen des Kleidungsstückes den Trägerhalter unter Deinen Trägern durchziehen den Druckknopf schließen und es gibt kein verrutschen mehr.