Ein Wochenende für die Handwerkskunst

Letztes Wochenende war es endlich soweit, unser alljährliches Betriebspraxis-Seminar fand statt. Es waren anstrengende und sehr lehrreiche Tage. Zuerst dachte ich, na ja ich gönne mir mal so eine kleine Auszeit im tollen Hotel Schwanen im Schwarzwald, dass ich jedoch solch einen Arbeitseinsatz leisten musste, hatte ich so nicht auf dem Schirm.
Wir alles gestandene Maßschneider konnten noch einiges lernen. Doubleface-Verarbeitung stand auf dem Programm. Mitgebracht hatte die Referentin traumhafte Mäntel und Jacken aus edlem Doublefacematerial wie Kaschmir, Wolle und sogar Leinen war dabei. Solche Teile sind tragbar über viele Jahre hinweg und nicht mit der Wegwerfmode von heute zu vergleichen.

Natürlich ist die Anschaffung eines edlen Kleidungsstückes nicht günstig, jedoch aufgrund von Material und Arbeitsaufwand ist der Preis gerechtfertig. Es kommen in der Anfertigung meistens 40 Stunden zusammen dann noch das Material verrechnet mit dem Stundenverrechnungssatz des Betriebs, ich überlasse es Dir die Rechnung aufzumachen.
Es ist für mich immer wieder ein Eintauchen in das Handwerk was wir beherrschen. Dabei wird sehr viel mit der Hand gearbeitet, das setzt schon mal voraus, dass dies richtig beherrscht wird.
In unserer Ausbildung die sich über drei Jahre erstreckt lernen wir dies von der Pike auf. Wir fangen an mit Durchschlagen das ist das Bezeichnen der Nähte auf das untere Teil, staffieren vom Futter auf das Kleidungsstück, Handsäume mit Saumstich nähen, rollieren eines Tuchs oder Kante eines Kleidungsstückes, Schneider Knopflöcher und viele andere Handarbeiten. Das sind so die ersten Aufgaben, die es zu erlernen gibt, bevor es an die Fertigung der Kleidungsstücke geht.

Beim Vernähen vom oben erwähnten Doubleface wurde der Staffierstich angewendet und dieser musste so gesetzt werden, dass er fast nicht zu sehen ist. Eine sehr diffizile Arbeit die „Schneiderkönnen“ voraussetzt.
Am Sonntag lernten wir noch das dreifarbige Schneider Knopfloch kennen auch eine sehr schöne Arbeit mit Besonderheitswert.Hier findet Ihr ein Bild von unserer Arbeit https://www.facebook.com/edith.fruhner

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