Schneiderkunst

Heute mal Haute Couture, habe ein tolles Video entdeckt und war ganz begeistert von den Schnitten der Outfits. Ich fühlte mich zurückversetzt in meine Anfangszeit in einem angesehenen Modesalon, wo ich solche Kreationen mit herstellen durfte. Was haben wir für wunderbare Abendkleider hergestellt mit perfekten Passformen in Oberteil und Rock. Meisten waren diese glanzvollen Stücke aus schwerem Duchesse Stoff, Chiffon oder Organza das Oberteil oft mit Spachtelspitze überzogen und mit Perlen bestickt. An solch einem Teil waren viele Arbeitsstunden zu leisten. Oft arbeiteten wir am Ende zu dritt oder viert daran.
Als ich heute das Video sah,

Du findest es hier  Maßgeschneiderte Kleiderträume

war ich begeistert wieder die Schneiderkunst zu sehen, so wie ich sie erlernt habe. Hast Du fragen zu Arbeitstechniken von einst die Du gern anwenden möchtest, vielleicht kann ich Dir weiterhelfen.

Dies hat mich dann angespornt wieder einmal in meinen verborgenen Hirnwindungen nach Handfertigkeiten zu kramen, ob es mir noch gelingt Schneiderkunst zu zaubern. Wer nun extravagante Abendkleider und ausgefallene Tageskleider erwartet den muss ich leider enttäuschen. Doch ich zeige Euch sehr gern wie ich meine Alltagsgarderobe herstelle. Denn auch ein gutsitzender Rock oder Hose, eine Jacke oder ein Kleid braucht viel an schneiderischem Können. Schon die Auswahl des passenden Materials ist wichtig, die dafür benötigten Einlagen, Fäden, Knöpfe und wenn ein Futterstoff benötigt wird auch dieser. Wenn das Gesamtpaket dann „geschnürt“ ist, kann mit der Arbeit begonnen werden.

Für mein neues Outfit für Herbst/Winter 2018 stehen Rock, Jacke, Shirts und Cardigan, je nach Zeit Bluse und Kleid auf dem Arbeitsplan. Die Stoffe dafür sind in der Farbpalette zusammengestellt, die meinen Typ entspricht.
Es gibt wie wir ja inzwischen von der Farb- & Stilkunde wissen, vier verschiedene Farbtypen. Das sind Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Ich zum Beispiel gehöre zu den Herbsttypen und habe daher immer in meiner Farbpalette mit Farben zu tun, die Sommer- und Wintertypen überhaupt nicht zusagen. Also wenn ich Euch dann meine fertigen Modelle vorstelle, seht einfach über die Farbauswahl hinweg, denn für meine Kleidung sollte ich die Farbe wählen, die meinem Typ entspricht.

Farb- & Stilkunde auch ein ganz wichtiger Bereich bei der Auswahl der Kleidung. Wer seine Farbpalette kennt, wird mit der Zeit die Anzahl der unerwünschten Kleidungsstücke die den Schrank verstopfen reduzieren. Warum das so ist, ganz einfach: Zusammengestellt für Herbst/Winter habe ich folgende Teile. Eine Jacke aus Walkloden, einen Rock passend in der Farbe zum Walkstoff, jedoch nicht in der gleichen Farbe, ein Shirt und ein leichter Cardigan. Da alle Teile farblich aus meiner Farbpalette stammen, können sie ohne weiteres mit den vorhandenen Kleidungsstücken kombiniert werden. Möchtest Du mehr über Farb- & Stilgeschichte wissen, dann schau öfters mal vorbei ich werde aus meinem Erfahrungsschatz berichten.

Nun zu meinen neuen Kleidern.

Der Rock ist fertig, in Arbeit ist der Cardigan, wofür ich einen ganz leichten Strickstoff ausgesucht habe. Da dieser Stoff sehr empfindlich ist und ich ihn nicht einfach mit der Overlock versäubern wollte, habe ich beschlossen die Nähte mit Kappnähten zu versehen und diese dann auf der linken Seite von Hand mit Staffierstich anzunähen. Diese Verarbeitung ist zwar etwas aufwendiger als die schnelle Overlocknaht, dafür sieht das Innenleben des Cardigan sauber aus. Das Bild zeigt die Naht von außen (oben) und innen.

Die Kanten versehe ich mit einem Rollsaum und wende dazu den Rollierstich an. Wie dieser geht das zeigt wunderbar diese Website https://www.burdastyle.de/naehtipp-rollsaum-naehen ich bevorzuge die Alternative Variante.

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